Freitag, 30. Januar 2015

Review: Sigillum Diaboli - Sigillum Diaboli (666) (CD, Blasphemous Underground Productions)

Aus Russland stammt dieses Ein-Mann-Kommando. Auf der selbstbetitelten CD-EP, welche bereits 2005 als Debüt-Werk veröffentlicht wurde, präsentiert Alleinunterhalter Taedium Vitae dem geneigten Hörer fünf Lieder, sowie ein Intro. Freilich zelebriert auch dieser Mann Black Metal.








Dabei geht man aber ziemlich ruppig zur Sache, und so wird gleich nach dem kurzen Intro drauflos geprügelt. Kennt noch jemand diese ältere deutsche Kapelle Berzano aus Hagen? Deren musikalische Ergüße sich eigentlich nur auf eine CD ("Hell on Earth") beschränkten. Lange Rede, kurzer Sinn: die Musik der Deutschen ist hier durchaus als Reverenz heranzuziehen. Ähnliches Geschrammel, stumpf nach vorne, Melodien und Momente, die einem im Kopf hängen bleiben sucht man vergebens. Doch halt... so schlimm entpumpt sich das Werk dann doch nicht, denn hier und da gibt es immer mal wieder Passagen, die etwas getragener daherkommen und aufhorchen lassen. Außerdem geht der Gesang auch absolut in Ordnung. Das macht die ganze Angelegenheit dann duch wieder interessant. Allerdings hat dieses Mini-Album das große Problem, dass es auf seinem Höhepunkt auch schon endet.

Fazit:
Hätte man diese fast episch erhabenen Midtempo Passagen noch weiter ausgebaut und noch mehr mit einbezogen und hätte man noch 2-3 Lieder dran gehangen, hätte hieraus ein wirklich tolles Album entstehen können. So ist das Debüt des Russen für mich eher nur im Mittelfeld anzusiedeln, wenn auch im gehobenen.

6.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Intro
02. There Darkness Rules over Light
03. Inquisitional Delight
04. Wandering
05. Invocation
06. Waste of the Coldest Soul

Laufzeit: ca. 19 Minuten 

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