Donnerstag, 22. Januar 2015

Review: Schmerz - Vertigo (CD, Der Neue Weg)

Schmerz... jenes deutsches Projekt, welches schon im Jahr 2008 mit seinem Debüt-Werk "Chronika" auf sich aufmerksam machte, und auch ich war diesem Album seiner Zeit nicht gänzlich abgeneigt (hier nachzulesen). Allerdings hatte ich nach diesen ganzen Jahren der Ruhe nicht mehr wirklich erwartet, noch einmal etwas von dieser Ein-Mann-Band zu hören. Letztes Jahr wurde ich dann auch eher nur durch Zufall auf diese Veröffentlichung aufmerksam. Ob sich das Warten gelohnt hat, und in wie weit "Vertigo" dem Debüt das Wasser reichen kann oder ob es den Erstling sogar übertrumpfen kann, lest ihr nun im folgenden...



Am Stil an sich hat sich hier nicht wirklich viel geändert, soviel schon einmal vorab. Es wird immer noch atmosphärischer Dark Ambient Black Metal geboten, der  zuhauf im gediegenden Midtempo zelebriert wird - wenn überhaupt. Das ganze wirkt schwer melancholisch und von der Einsamkeit der Wälder inspiriert. Das klingt auch etwas wie ein böser Zwilling von Cold World. Dabei ist die Muik ziemlich einfach gehalten und erschallt streckenweise recht monoton aus den Boxen. Aber dann gibt es auch immer mal wieder ein paar verstreute nette Details zu hören, wie eine Double-Bass-Line oder der Beginn bei "Dead Heart Of The Earth", welche das ganze Geschehen eigentlich erst interessant machen. Die Stärken des Albums werden dann aber so wirklich in den schwermütigen Momenten ala "My Name Is Darkness" gewahr.

Fazit:
"Vertigo" ist wie schon sein Vorgänger wahrlich kein einfach zugängliches Album. Dieses Werk setzt zweifelsohne eine gewisse Hingabe, eine gewisse Geduldsarbeit und ein Sich-drauf-einlassen-wollen des Hörers voraus. Dann stellt "Vertigo" durchaus ein recht spannendes, atmosphärisches Album dar, mit dem man sich den Abend beschäftigen kann. Allerdings auch nur für bestimmte Momente im Leben gedacht. Für die Musik für zwischendurch und nebenher eignet sich das Werk von Schmerz jedoch eher weniger, da es dem einen oder anderen sehr schnell zu monoton werden dürfte und vielleicht nicht genug "fetzt". Limitiert ist die CD auf 500 Exemplare.

8.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. The Red Giant
02. Sun Above Snowdrift
03. Feel The Cold
04. Dead Heart Of The Earth
05. My Name Is Darkness
06. When Isolation Becomes Addiction
07. Falling To Pieces
08. Drowning In Nothingness

Laufzeit: ca. 64 Minuten

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen