Montag, 26. Januar 2015

Review: Satanizer - War Cult Domain (CD, Goathorned Productions)

So, so... Black Metal aus Kolumbien also. Satanizer... noch nie gehört. Wohl aber die Namen der beiden beteiligten Mannen. Schnell mal nachgeschlagen - und siehe da: es handelt sich beim Kreischer um den alten Sänger von Horncrowned sowie um den Multi-Instrumentalisten der gleichen Band. Horncrowned... da war doch was? Achja genau, eine Band, deren beiden ersten Alben mich derart kalt ließen, dass ich ihren Werdegang gar nicht erst weiter verfolgt habe. Wird das Debüt-Album dieses Projektes aus dem Jahr 2005 etwa an diesem Umstand etwas ändern?




Gleich zu Beginn: klares nein meinerseits. Die Musik von Satanizer unterscheidet sich eigentlich nicht wirklich von der, die Horncrowned zelebrieren (jedenfalls davon ausgehend, wie ich sie in Erinnerung habe). Immerhin ist "War Cult Domain" wirklich sehr gut gespielt, pfeilschneller Black Metal mit Thrash und etwas Death. Die Gitarren sind schön thrashig anzuhören und bieten auch in nahezu jedem Song einen ausgedehnten Solopart. Allerdings hat das Album auch einen ganz großen Schwachpunkt - und das ist der Drum-Computer. Ich mag die Dinger einfach nicht, und wenn man dann auch noch so offensichtlich hört, dass das Schlagzeug aus der Dose kommt, dann ist's bei mir vorbei. Trotzdem besitzt das Werk durchaus seine Momente. Nach 10 Liedern, die allesamt eine Spielzeit von durchschnittlich etwa zwei Minuten aufweisen, folgen 55 leere (stille) Tracks a fünf Sekunden, bis dann mit Lied 66 ein VON Cover geboten wird (Christ Fire, was sonst?!).

Fazit:
Nettes Album, mehr aber auch nicht. Für zwischendurch auf jeden Fall zu empfehlen, da spielerisch durchaus akzeptabel - doch der Drum-Computer nervt doch halt irgendwie. Hauptsächlich für Leute empfehlenswert, die auch auf Sachen wie VON, Afflictis Lentae (Frankreich), Ad Arma aus Deutschland oder Warfield aus Mexiko stehen.

5.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. War God Invocation
02. Asrualimnunna
03. Bleed For Satan
04. Into The Storm
05. Spawning The Plagues Of Hell
06. Infernal Carnage
07. Luciferian Honour
08. I Am The Earthly Havoc
09. Gate Of Nergal
10. Misanthropic Fire
66. Christ Fire (VON Cover)

Laufzeit: ca. 28 Minuten

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