Dienstag, 27. Januar 2015

Review: Satanik Goat Ritual & Warlock 666 - Satanic Ritual & Goat Sabbat Split (CD, Old Cemetery Records)

Das Trio Satanik Goat Ritual aus Amiland waren mir schon von ihrer Split mit ihren Landsleuten Necroholocaust ein Begriff. Allerdings sagte mir das internationale Projekt Warlock 666 bis dato absolut überhaupt nichts. Auf der Split "Satanic Ritual & Goat Sabbat" präsentieren beide Bands jeweils fünf Lieder, welchen sich der geneigte Hörer hingeben kann.







Beginnen wir mit den Amis Satanik Goat Ritual, die die ersten fünf Songs beisteuern. Kurzes Intro, und dann wird auch schon munter drauf los gemetzelt. Ja, es gibt wieder ordentlich Goat Metal, sprich extrem fiesen Black/Death um die Ohren. Da wird einem auch mal wieder klar, warum die Band mit Necroholocaust eine Split hatte... das passt einfach wie Arsch auf Eimer. Und im Gegensatz zu einigen anderen Vertretern dieser Sparte 'Goat Metal' kann sich das hier auch recht gut hören lassen, da die Musik zwar streng den enggesteckten Doktrinen dieses Stils folgt, aber dennoch einige nette Details und Spielerein enthält, wie Tempowechsel, gut platzierte Breaks und diverse Soli. Das gefällt mir durchaus.

Das Duo Warlock 666 setzt sich aus einem Russen und einem Briten zusammen. Zelebriert wird ebenfalls ein sehr räudiger Goat Metal. Anders als bei vielen anderen Bands, zeigt sich der Death-Anteil aber nicht in der instrumentalen Darbietung - die ist 90er Oldschool Black Metal, typisch nordisch - sondern im Gesang, der aus zuhauf aus Grunzen besteht und absolut unverständlich ist. Ich habe aber den Eindruck, dass zeitweise auch beide Protagonisten Gesang beisteuern, da ich stellenweise auch typischen Black Metal-Schreigesang vernehme. Allerdings lässt sich das bei der räudigen und dazu noch recht dumpfen und leisen Produktion schwer ausmachen (meine Freundin würde es wohl mit den Worten "wer hat den Staubsauger eingeschaltet" ausdrücken). Alles in allem gewöhnungsbedürftig.

Fazit:
Satanik Goat Ritual sind top, vorausgesetzt natürlich, dass man sich für diese Art von Musik erwärmen kann. Ich finde diese kakophonen Gewaltexzesse manchmal sehr genial und von Zeit zu Zeit brauche ich das einfach, um mich von verschiedenen Dingen abzureagieren. Und wenn das Ganze dann auch noch gut dargeboten wird, umso besser. Warlock 666 stinken dagegen leider etwas ab, bieten aber mit ihrem Stil einen Black/Death, der mal etwas anders klingt, als das Gros der bekannten Bands. Insgesamt knappe...

7.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
Satanik Goat Ritual
01. Gascloud Invocation
02. Born of Goat's Blood
03. Darkness of Death
04. Angel of Debauchery
05. Annihilation Seraph
Warlock 666
06. Intro (Dark Path)
07. Goat Conqueror
08. Heavens Cry
09. Impaled Angels
10. Outro (Blasphemous Path)

Laufzeit: ca. 24 Minuten

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen