Samstag, 22. November 2014

Review: Satanic Warmaster - Fimbulwinter (Digitales Album)

Der Satanische Kriegsminister aus Finnland meldet sich auch mal wieder zu Wort. Inzwischen nennt man sich nur noch Werwolf. Gut, immerhin keine komplette Änderung des Pseudonyms. Geboten wird einmal mehr Black Metal, der mal wieder keinen Hehl aus seiner Herkunft und auch keinen Deut vom Stil der Band abweicht.







Zunächst einmal sei gesagt, dass ich Satanic Warmaster wie viele andere auch, musikalisch durchaus sehr passabel finde, sie aber im Gegensatz zu den meisten doch für gnadenlos überschätzt halte, da das Projekt um Werwolf nur bedingt dem Ruf gerecht wird, welcher ihm vorauseilt. Und die Zeiten von "Opferblut", jenes Album, welches in meinen Augen den Genie-Streich der Band darstellt (und der seither auch nicht mehr ansatzweise erreicht wurde) sind leider auch lange vorbei. Mit "Nachzehrer" hatte man sich dann an einem etwas raueren Stil gewagt, der der Band meiner Ansicht nach auch gar nicht einmal so schlecht zu Gesicht stand, zumal es durchaus auch einige wirkliche rituell und okkult anmutende Passagen gab. Mit "Fimbulwinter" orientiert man sich jedoch wieder an dem 2005-Werk "Carelian Satanist Madness", welches ja auch nicht gerade wenige als DAS Meisterwerk ansehen. Gut, ein paar nette Ideen, sowie brauchbare Lieder sind vorhanden, aber das war wirklich nichts, was man in dieser Form nicht schon einmal gehört hätte. Trotzdem muss ich zugestehen, dass "Fimbulwinter" noch einen drauflegt, und es versteht neben den vorwiegend schnell gespielten Black Metal-Songs, die nur so an einem vorbeirauschen, noch ein paar wirklich gute Songs zu zaubern, die einen gefangen nehmen. Und genau das ist es auch letztlich, was ich persönlich an dieser Band schätze... auch die akustischen Zwischenpassagen sind sehr fein.

Fazit:
Mag man von der Band und finnischem Black Metal allgemein halten, was man will - dieses Album ist wirklich nicht schlecht. Auch wenn es nicht der Überflieger ist, so ist es doch ein grundsolides Werk geworden. Anspieltipps sind hier ganz klar "Korppi" (ein Cover der finnischen Kult-Band Vornat), "Dragon's Egg", welches sehr melodische, epische und akustische Passagen enthält und "Winter's Hunger", eine Neuaufnahme der gleichnamigen Rehearsal-E.P. Veröffentlicht wurde das Album als Digi-CD, CD im Jewelcase und auch als digitaler Download mitsamt dem Cover, Fotographie und den Texten.

7.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Fimbulwinter's Spell
02. Funeral Wolves
03. Korppi (Vornat Cover)
04. When Thunders Hail
05. Dragon's Egg
06. Nuin-Gaer-Faun
07. Winter's Hunger
08. Silent Call of Moon's Temple

Laufzeit: ca. 52 Minuten

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