Freitag, 21. November 2014

Review: Primigenium - ...as eternal as the night... (CD, Deviant Records)

Primigenium ist wohl mit eine der älteren Bands, die aus dem nicht deutschsprachigen oder skandinavischen Raum Europas kommen. Auch gehört die Truppe, die damals noch als Duo agierte, zu den Pionieren des spanischen Black Metal... zählt Primigenium mit u.a. Atman wohl zu den ältesten Vertretern der schwarzen Metall-Tonkunst aus diesen Landen.







"...as eternal as the night" stellt auch kein neues Album dar, sondern beinhaltet, so wie es das Rückencover schon andeutet, altes Material aus Demo-Zeiten, um die Jahre 1994-1995. Dazu zählen die beiden ersten Lieder, die von der Original '94er Demo auf Kassette stammen, sowie die letzten beiden Stücke, welche der Wiederveröffentlichung der Demo auf CD entnommen sind, welche im Jahre 1996 durch das Ami-Label Wild Rags Records rausgehauen wurde. Alle Lieder sind in ihrem ursprünglichen Klangbild belassen und wurden nicht digital überarbeitet oder sonstigen Scheiß. It's pure. It's Black. It's Fucking Metal! Den vier Stücken merkt man da natürlich auch gleich an, dass sie zwei verschiedenen Aufnahme-Sessions entstammen, so klingen "Feeling at One with the Night" und "The Cold, the Emptiness" sehr rau und etwas dumpf produziert, können aber nichtsdestotrotz mit einer ganz eigenen Faszination und einer düsteren Atmosphäre überzeugen. "As Eternal as the Night" klingt dagegen nicht ganz so dumpf, dafür umso hasserfüllter und rotziger. Rau auf alle Fälle und etwas, ich nenne es mal episch, obendrein. Das ist genau der Mid-90er Black Metal, dem man in nostalgischen Stunden schon einmal so gerne hinterher trauert. Mit "Art of War (outro)" wird dann auch der passende atmosphärische Ausklang geboten. Interessanter Weise nennt sich der Ausklang genau so wie das Debüt-Album der Band, welches 1997 veröffentlicht wurde. Also quasi gleichzeitig das Ende eines alten und der Beginn eines neuen Kapitels. Interessant ist auch der Umstand, dass die beiden letzten Lieder auf der Wid Rags-CD zu einem Stück vereint wurden, auf der Deviant Art-Ausgabe aber getrennt wurden. Das vier-seitige Beiheft hält dann noch alle Texte, sowie ein paar Fotos und das Original-Artwork der Kassetten-Demo bereit, sowie Infos zur Demoaufnahme, Besetzung und Titelliste.

Fazit:
Mit der Wiederveröffentlichung des alten Primigenium-Werkes als erstes Release der Reihe ist Deviant Records mit ihrer gegründeten CD-Reihe "Nocturnal Legacy" ein hervorragender Einstand gelungen. Ich bin gespannt, was da in Zukunft noch auf die geneigte Hörerschaft zukommen wird. Die CD beinhaltet wie bereits erwähnt, die komplette alte Demo, sowie die zwei zusätzlichen Lieder der Wild Rags-CD und wurde klangtechnisch auch nicht mehr bearbeitet, was den Underground-Flair nochmals fett unterstreicht. Die CD ist limitiert auf 500 Stück (nicht durchnummeriert) und u.a. bei Deviant Records, sowie bei Sol Records erhältlich.

8.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Feeling at One with the Night
02. The Cold, the Emptiness
03. As Eternal as the Night
04. Art of War (outro)

Laufzeit: ca. 16 Minuten

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