Montag, 3. November 2014

Review: Nebrus - Blackera (CD, Schattenkult Produktionen / Totensänge Produktionen)

Die Italiener Nebrus sind nun auf diesem Blog auch schon lange keine Unbekannten mehr. Ihr bisheriges Gesamtwerk wusste mich stets zu überzeugen, vor allem weil man es schafft, mit jedem Release irgendwie doch etwas anders zu klingen, sich dabei selbst aber stets treu bleibt. Hier tritt die Band übrigens im Gegensatz zur letzten Split nur noch als Trio auf. Ko-Veröffentlichung der beiden deutschen Labels Schattenkult und Totensänge.





"Blackera" beginnt mit einem atmosphärischen Intro ("Kill The Enemy"), geht dann aber mit dem titelgebenden Stück gleich in die Vollen. Schon auf der letztjährigen Split wusste gerade dieser Beitrag zu überzeugen. Ob er hier noch einmal nachbearbeitet wurde vermag ich trotz direkten Vergleiches nur teilweise zu sagen. Dafür ist aber bei "I Am The Beast" sicher, dass es sich hier um eine Neuaufnahme handelt - ist ja schließlich auch so gekennzeichnet. Dazu muss ich sagen, dass mir diese Version doch wesentlich mehr gefällt, als die der ersten CD-Demo, die ich im gesamten nur für ein Durchschnittswerk mit vorhandenem Potential erachte. Was mir durchaus zusagt ist der doch relativ dominant vorhandene traditionelle Doom-Einfluss in der Musik (besonders: der Anfang von "Wolfpride"). Der nächste Song stellt eine Besonderheit dar: es ist ein Akerbeltz Coversong, des selbstbetitelten Liedes von der "Akerhell" LP, die von Akerbeltz himself mit eingesungen und eingespielt wurde. Insgesamt ein recht wuchtiger Song, scheinbar hatten Akerbeltz schon zu dieser Zeit etwas drauf. Aber vielleicht liegt es einfach auch an der Neuinterpretation dieser Band hier. Als letzten im Bunde gibt es "Heinous Communion" als Bonustrack um die Ohren, und wer hier jetzt die Ohren spitzt und sich sagt 'ey, den Titel kenne ich doch' darf sich wahrscheinlich im Besitz eines Exemplares des letzten Unholy Black Art Of Ritual-Samplers wissen, auf welchem eben dieser Titel ebenfalls vertreten war. Allerdings wurde "Heinous Communion" für diese CD hier komplett neu gemastered und gemixt, und hat mit der Original-Aufnahme (die auch Sampler-Exklusiv bleibt!) eigentlich nur noch das Grundkonstrukt gemein. Die Atmosphäre ist definitiv anders. Und so kann ich auch durchaus beiden Versionen etwas abgewinnen, während diese hier nämlich im Einklang mit den anderen Beiträgen eher etwas dunkler wirkt, besitzt die Original-Aufnahme für mich eine klar räudige Ader.

Fazit:
Nebrus überzeugen auf ihrer neuen MCD durch und durch. Grandioses Werk, schwankend zwischen Misanthropie, Kälte, Satan und Schwärze. Mehr braucht es nicht. Und mit dem Bonussong ist es für alle, die den Sampler verpasst haben, eine gute Gelegenheit, doch noch in den Genuss von "Heinous Communion" (wenn auch in anderer Form) zu kommen. Limitiert ist die CD auf 500 handnummerierte Exemplare. Erhältlich direkt bei der Band und bei den Labels (sk-produktionen@gmx.de, bzw. ts_produktionen@gmx.de).

8.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Kill The Enemy (intro)
02. Blackera
03. I Am The Beast MMXIV
04. Wolfpride
05. Akerbeltz (Akerbeltz Cover)
06. Heinous Communion (bonustrack)

Laufzeit: ca. 32 Minuten 

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