Sonntag, 23. November 2014

Review: Mucous Scrotum - Hall of the Slain (CD, Raven Music / Herbst Records)

Aus Tel-Aviv, Israel stammt dieses Ein-Mann-Kommando. Zelebriert wird natürlich Black Metal. Mit vorliegendem Werk legte man 2009 nach einer Demo und einer E.P. sein Debüt-Album vor. Nun kenne ich nicht viel aus den Breitengraden, und das was ich kenne, ist mehr schlecht als recht. Ob Mucous Scrotum da eine rühmliche Ausnahme darstellen, könnt ihr im folgenden nachlesen...






Erst einmal zum Offensichtlichen: "Hall of the Slain" beinhaltet sieben Lieder, bietet eine schlichte, aber für Underground-Verhältnisse akzeptable Aufmachung, ein mehr-seitiges CD-Beiheft mit allen Texten und eine sichtbare Limitierung von 1000 Einheiten (im übrigen handnummeriert - wer macht sich bei dieser Limitierung denn heutzutage noch so eine Mühe?). Zunächst einmal also nicht so verkehrt. Mit dem Black Metal, der hier geboten wird, kann ich allerdings nur bedingt etwas anfangen. Mal geht es sehr brachial zu Werke, dann wird es auch mal melodisch mit Choreinsatz, dann wieder mit Noise und Industrial. Das ist zwar alles schön und gut, zeugt auch von einer gewissen Eigenständigkeit, aber letztendlich klingt es größtenteils doch sehr form- und seelenlos. Das ist Musik, um die Masse zu befriedigen. Das ist in der Hinsicht schade, als dass es durchaus wirklich gute Passagen zu vernehmen gibt.

Fazit:
Rauscht an mir vorbei und lässt mich dabei absolut kalt. Ein paar nette Einfälle sind drin, und hätte man den melodischen Parts vielleicht mehr Spielraum eingeräumt, hätte das hier ein wirklich gutes Album werden können. So allerdings höchstens Durchschnittsware, die eigentlich direkt nach dem hören wieder aus den Hirnwindungen verschwindet. Schade!

4.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Nevermind the Rotting
02. I Will
03. The Battle for a Black World
04. The Priory of Hordes
05. Under Dying Skies
06. Innere Bitte
07. The Dead Remain Dead

Laufzeit: ca. 37 Minuten 

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