Freitag, 14. November 2014

Review: Mother of the Hydra - Contradiction (CD, Nekrogoat Heresy Productions / Bubonic Productions)

Neues aus Schweden. Wobei laut den Metal-Archiven ist diese Band seit neuestem in Deutschland heimisch... naja egal. Bei Mother of the Hydra handelt es sich in erster Linie um ein Solo-Projekt, welches jedoch durch Session-Musiker untersützt wird. Kopf der Band ist V-kaos, die für das Schreiben der Musik, der Texte, die Bassgitarren und den Gesang verantwortlich zeichnet. Also endlich mal wieder etwas vernünftiges mit einer Frau hinter dem Mikro? Wird sich zeigen...





Zunächst einmal fällt auf den ersten Blick auf die CD und ins Beiheft auf: Mother of the Hydra gibt sich betont okkult, luziferisch und alchemistisch. Lange schwarze Kutten und Umhänge, Symbolik, Tränke, Schlangen... das passt alles zu der Musik, die einem dann auch entgegenschallt. Dessen Zelebrierung ist nämlich auch als durchaus magisch-okkult zu bezeichnen, klingt instrumental gesehen doch sehr schwedisch, erinnert in seinen instrumentalen Ambient-Passagen aber eher an Werke der deutschen Formation Darkened Nocturn Slaughtercult, da diese eine ähnliche Stimmung und eine tiefe meditative Wirkung erzeugen. Der Gesang allerdings ist dann wiederum eher nicht von den Deutschen beeinflusst, klingt er doch im Wesentlichen etwas rauer und unspektakulärer. Zwar durchaus kraftvoll, aber letztendlich vermisse ich einige Aspekte, die wirkliche Emotionen hervorrufen - in Verbindung mit dem rauen, aber durchaus melodischen Klangbild der Instrumente harmoniert das ganze aber trotzdem ganz gut.

Fazit:
Eine zwar nicht in allen Bereichen überragende, trotzdem aber eine gute Veröffentlichung. "Contradiction" besticht vor allem durch die guten Instrumente, die einen boshaft rauen, aber auch melodischen Klang besitzen, hier wird definitiv etwas für's Ohr geboten. Gesanglich vermisse ich hier und da wirkliche emotionale Höhepunkte, klingt mir insgesamt auch eine Spur zu 'verzerrt', was eigentlich schade ist. Nichtsdestotrotz werde ich mir das hier mit Sicherheit noch öfter anhören, und sollte man an sich arbeiten, würde ich auch bei einem nächsten Album nicht nein sagen.

7.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Introvert Ritual
02. Silent Storm
03. Illusion Control Part I - Initiation
04. The One
05. Time Liquid
06. Search Your Roots For Silence
07. Concerning Sulphur
08. Putrefaction Complete
09. Gate Of Voices
10. Illusion Control Part II - Transition
11. Estuans Interius

Laufzeit: ca. 34 Minuten 

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