Sonntag, 9. November 2014

Review: Misantropical Painforest - Firm Grip of the Roots (CD, Desecending Towards Damnation)

Aus Finnland stammt das Ein-Mann-Kommando Misantropical Painforest. Nun denn... wer schon einen auf bösen Misanthropen Black Metal macht, sollte doch wenigstens das Wörtchen richtig schreiben können... sonst wird's eher peinlich. Aber das nur am Rande. Das Album stammt aus dem Jahr 2010 und weder die Band noch das Label sagten mir bisher irgendetwas. Zurecht? Lest selbst...






Gut, D.T.D. haben immerhin einige nette Sachen hervorgebracht, darunter zwei Demos von Teloch und eine E.P. sowie das immer noch aktuelle Album von Verge. Und auch diese CD gehört zu ihrem Label-Programm. Na gut. Aber was erwartet einen hier nun? Laut eigener Definition zelebriert man 'Epic Black Metal'... wohlan, Moonblood hatten ihren Stil doch eine Weile auch mal so tituliert, warum also nicht?! Doch bevor die ersten jetzt euphorisch werden: mit Moonblood hat das hier herzlich wenig zu tun! Es geht eher in Richtung eines doomigen Mixes aus Black und Death Metal, gepaart mit etwas paganen Einflüssen, sowie einigen Ausflügen ins Gothic-Genre. Ob das Album dann, wie in den Metal-Archiven verzeichnet, eine Wertung von 100% verdient, ist und bleibt fraglich. Die Musik ist nett... mehr aber auch nicht. Düstere Metal-Musik, die keinem wirklich weh tut und auch nur selten wirklich ergreifend ist. Interessanter Weise sind es auch gerade die Momente, in denen sich der Black Metal im Hintergrund hält und der Gothic / Doom Metal so richtig zum tragen kommt, wie bei "Struggle Eternal", welches mit knapp 11 Minuten gleichzeitig auch das längste Stück der Scheibe darstellt. Dieses bietet sogar noch ein recht gelungenes Black Metal-Gitarrensolo in der letzten Hälfte.

Fazit:
...der Rest ist wie gesagt ganz nett, wird aber wohl nur die wenigsten Schwarzmetall-Jünger wirklich vom Hocker reißen. Immerhin muss man der Band attestieren, dass man sich wirklich um Eigenständigkeit bemüht. Dafür gibt's auch einen klaren Pluspunkt. Allerdings vermögen es die meisten Songs nicht wirklich, einen auf Dauer gefangen zu nehmen, dafür fehlt irgendwie noch das Tüpfelchen auf dem i - das gewisse Etwas, ein wirklicher 'aha'-Effekt. Trotzdem... alles andere als ein schlechtes Album, welches mit Sicherheit seine Hörerschaft finden wird. Auch sollte man in Zukunft wohl überlegen, ob man die Sache mit dem Black Metal nicht ganz sein lässt und sich eher auf diesen Neofolk, Gothic und Doom Metal spezialisiert, da könnte ein durchaus passables Album bei rumkommen.

7.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. The Center Remains Frozen
02. Distance is Measured from this Spot
03. (You are the) Brightest Star
04. Noita
05. Warmind
06. Struggle Eternal
07. Campfire (Transpositonal)
08. The Forest Dreams On
09. Dreadfully Lonely
10. The Heart of the Powerful Nature

Laufzeit: ca. 63 Minuten 

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