Freitag, 14. November 2014

Review: Ghost Bath - Funeral (Digitales Album)

Seit einiger Zeit bin ich nun im Besitz der digitalen Kopie dieses Albums, kam allerdings irgendwie nie dazu, es mir wirklich anzuhören und mich damit zu beschäftigen. Naja, wie ich später dann feststellen musste, auch eher zurecht, aber davon später mehr. Bei Ghost Bath handelt es sich um eine vier-köpfige Black Metal-Band aus Amiland, welche mit vorliegendem Werk ihr Debüt-Album präsentieren und mit ihrem Stil die eher depressive Schiene bedienen. Ob es trotzdem etwas taugt... lest selbst.





So bescheren uns Ghost Bath mit ihrem Debüt "Funeral" - übrigens sehr schönes Cover-Motiv (Ophelia) - einen weiteren Vertreter der Sparte Depressive Post Black Metal, der weiterhin unverkennbare Anleihen an den Shoegaze besitzt. Das geht bei den seltensten Bands gut, und auch hier muss ich sagen, dass mich das Resultat zwar nicht absolut, aber dennoch weitestgehend kalt lässt, auch wenn ich der Band gleichwohl ein gewisses Talent im Umgang mit ihren Instrumenten attestieren muss. Die Arbeit an den Instrumenten ist nämlich durchaus gekonnt und in den wirklichen Black Metal-Passagen, die es durchaus gibt, einfach nur 'dreckig'. Auch der Aufbau so mancher Lieder ist ergreifend, wie bei "Burial". Der Gesang geht für dieses Sub-Genre auch in Ordnung, zumindest steht er in seiner Darbietung noch vor der absoluten Peinlichkeit. Ergo handelt es sich bei "Funeral" eben nicht um einen weiteren 08/15-Verschnitt, der im Fahrwasser solcher Bands wie Alcest, Xasthur, Be Persecuted usw. mitschwimmt und so trotz nicht vorhandenen Talents, noch etwas vom Kuchen abzubekommen, sondern hat durchaus seine Daseinsberechtigung.

Fazit:
Gut, Ghost Bath reißen mich jetzt nicht vom Hocker, trotzdem ist das hier immer noch besser als so ziemlich 98% der anderen sogenannten DSBM-Bands, die ich bisher hören "durfte". Ich bin erstaunt, vor allem weil es mal wirklich eine solche Band geschafft hat, mich mit ihrer Musik zu fesseln. Wenn auch nicht durchgehend - aber immerhin. Konnte man sich mal kostenlos auf der Bandcamp-Seite der Band herunterladen, inzwischen lässt sich das die Kombo aber $10 kosten, vermutlich, da inzwischen auch eine auf 500 Exemplare limitierte CD existiert, die bei dem Label Pest Productions veröffentlicht wurde.

6.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Torment
02. Burial
03. Silence
04. Procession
05. Dead
06. Sorrow
07. Calling
08. Continuity
09. March
10. Afterlife
11. Birth
12. Forever

Laufzeit: ca. 64 Minuten 

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