Freitag, 14. November 2014

Review: Darkenhöld - Castellum (CD, Those Opposed Records)

Neues gibt es auch aus Frankreich zu vermelden. Nein, keine Angst, es hat weder etwas mit Post / Shoegaze oder was weiss ich für pseudo-modernen Weichspül-Black Metal zu tun. Nein. Das Manifest mit Namen Darkenhöld meldet sich nämlich zurück mit ihrem aktuellen Album, welches bereits im September erschien.








Geboten wird mal wieder feinster Mid-90er Black Metal. Soll heissen, es wird neben der rauen, ungebändigten spürbaren Wut durchaus melodisch. Ganz der alten Schule verpflichtet, zelebrieren Darkenhöld abermals einen Black Metal Marke alter Gehenna bis alten Dimmu Borgir - und mag man von den Werdegängen der erwähnten Bands und deren heutiger Arbeit halten, was man mag - die alten Werke sind unangefochtene Meisterwerke und waren wegweisend für das ganze Genre. Im Falle Gehenna möchte ich da an die ersten beiden Alben sowie die "Black Seared Heart E.P." verweisen, bei Dimmu Borgir ist es vornehmlich das erste Album, sowie "Stormblast". Gut, aber genug der Vergleiche... was erwartet den geneigten Hörer bei "Castellum"? Zunächst einmal eine schön aufgemachte CD, 10 Lieder, die insgesamt eine Länge von knapp 41 Minuten aufweisen, also auch nicht unnötig in die Länge gezogen sind, und zu guter Letzt natürlich wunderbare Musik, wie man sie heutzutage in einer derart authentischen Intensität nur noch selten zu hören bekommt. Anspruchsvoller Black Metal trifft auf Keyboards, Chöre und Akustikparts.

Fazit:
Genial! Ich würde sogar so weit gehen, und das hier als das bisher ausgereifteste Werk Darkenhöld's bezeichnen. "Castellum" hört sich wirklich so an, als wären die Aufnahmen gute 18-20 Jahre alt, und wären jetzt erst wieder ausgegraben worden. Ich ziehe meinen Hut!

9.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Strongholds Eternal Rivalry
02. La Castellas du Moine Brigand
03. Majestic Dusk Over The Sentinels
04. Glorious Horns
05. Feodus Obitus
06. Le Souffle des Vieilles Pierres
07. L'Incandescence Souterraine
08. Mountains Wayfaring Call
09. The Bulwarks Warlords
10. Medium Aevum

Laufzeit: ca. 42 Minuten 

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