Samstag, 8. November 2014

Nostalgie-Review: Eclipse - Gefallener Stern (MC, Eigenproduktion)

Das gab es ja schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr in diesem Blog. Ein Nostalgie-Review. Ich hatte es immer schon einmal wieder vor, wusste nur nie so recht, was ich an alten Sachen besprechen sollte. Nun habe ich mich also dazu entschlossen, etwas über diese erste und einzige Veröffentlichung der kurzlebigen deutschen Kapelle Eclipse zu schreiben. Eclipse formierte sich anno 1996 aus der Band Sorcerer, die es immerhin auf zwei Demos schaffte... desweiteren waren/sind Mitglieder bei der Kult-Band Baxaxaxa, bei Ungod und bei Pestnebel aktiv.





Dabei stellt "Gefallener Stern" noch nicht mal so ein schlechtes Machwerk dar, im Gegenteil kann es als durchaus passabel betrachtet werden. Melodischer Black Metal, der auch etwas symphonischen Einschlag hat und eine gewisse Nähe zum Gothic Metal nicht verbergen kann. Das Problem der Band liegt, bzw. lag da wohl eher in der Tatsache begraben, dass Mitte der 90er Jahre einfach jede beschissene Band, deren Mitglieder auch nur halbwegs ihre Instrumente halten konnte, auf diesen symphonisch-/melodic-Black Metal Zug aufsprangen. Cradle of Filth gab es auch bereits ein paar Jahre und die hatten mit ihrem Debüt "The Principle Of Evil Made Flesh" (oder auch "Ca$h", je nach dem) für Furore gesorgt und die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Auf einmal wollte jede untalentierte Band so klingen. Und so sprossen die Melodic Black Metal Bands nicht nur in Deutschland wie die Pilze aus dem Boden. Dass die meisten nichts taugten und nur ein eher kurzes Dasein im Untergrund fristeten, brauche ich keinem zu erzählen. Warum also eine Besprechung zu einem Release, welches eigentlich genau in dieses Schema passt? Ganz einfach: "Gefallener Stern" von Eclipse strahlt auf mich damals wie heute eine gewisse Faszination aus. Sphärische Black Metal Klänge paaren sich mit düsteren gesprochenen Ambient-Passagen, etwas Death ist auch dabei. Man muss auch dazu sagen, dass die Herren Eclipse in ihren Schwarzmetall-Passagen dem alten Geist, trotz aller Melodie, durchaus treu bleiben! Somit bleibe ich der Ansicht, dass aus dieser Band unter den richtigen Umständen, durchaus hätte etwas werden können. Wenn man bedenkt, wo eine Band wie beispielsweise Andras anno 1994 angefangen haben und wo sie heute stehen... da hätte diese Band in meinen Augen definitiv die größere Existenzberechtigung gehabt.

Dass die Kassetten-Demo heutzutage als ziemliche Rarität gilt, werde ich wohl auch nicht weiter großartig erwähnen brauchen. Wer sie mal irgendwo sichtet, oder angeboten bekommt, sollte meines Erachtens zugreifen! Lohnenswert ist es allemal.


01. Luminis Caeruleis Saltation
02. ...ins leuchtende Nichts
03. Herbstabend / Impressionen
04. Gefallener Stern
05. Epilog


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