Sonntag, 12. Oktober 2014

Review: Sarkrista - The Acheronian Worship (LP, Purity Through Fire)

Nun also mal wieder eine heimische Band. Sarkrista aus Hamburg zelebrieren einen rauen Black Metal mit okkultem Touch, was sich auch im Auftreten und dem Artwork widerspiegelt. "The Acheronian Worship" stellt dabei ihr Debüt-Werk dar, welches bereits letztes Jahr auf CD veröffentlicht wurde und nun endlich auch auf Vinyl vorliegt.







Doch, ich muss sagen, gleich zu Beginn mag ich dieses Album. Es gibt halt nicht mehr viele Bands, die dieses gewisse Etwas haben, schon gar nicht deutsche Kapellen (das muss ich leider so sagen), aber allein schon diese stimmungsvolle Einleitung macht sofort Lust auf mehr. Und das bekommt man dann auch um die Ohren: messerscharfes Gitarrenspiel, düsteren Schreigesang, donnerndes Schlagzeug... alles etwas finster und alles andere als sauber produziert, aber genau das ist es, was die Musik von Sarkrista ausmacht. Wo die Produktion bei anderen Kapellen meist nicht stimmig ist - sei sie über- oder unterproduziert, passt sie hier doch wunderbar zur Atmosphäre. Dass die Band aus Deutschland kommt, hört man auch gleich heraus, auch wenn hier durchaus auch musikalische Vorbilder aus dem hohen Norden Pate gestanden haben durften. "The Aceronian Worship" hält ganz im Stil des Undergrounds acht Lieder bereit, von denen sich die ersten vier auf der A-Seite und die letzten vier auf der B-Seite finden lassen, und allesamt im getragen-erhabenen, bishin zum schnelleren Midtempo gehalten sind.

Fazit:
Fazinierendes Album, welches jedoch seine wirkliche Kraft erst nach minimal drei Durchläufen entfaltet. Endlich wieder eine deutsche Band, die es versteht, guten minimalistischen Oldschool Black Metal zu spielen, ohne irgendwelchen Schnickschnack. Im internationalen Vergleich vielleicht nicht DAS Überalbum, aber für heutige nationale Verhältnisse eine wahre Perle des Kultes! Limitiert ist die Platte auf 300 Exemplare, die CD, welche bei Misanthropic Art erschien, ist auf 666 Stück limitiert und genau wie die Platte wohl nur noch einzeln erhältlich (die Netzläden von Methorn oder Iron Bonehead sind gute Anlaufstellen für Interessierte).

7.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. Introduction
A-02. Grim Satanic Vengeance
A-03. Funerals and Flaring Torches
A-04. Ruthless Winter
B-05. Messenger of Harm
B-06. Realm of Eternal Coldness
B-07. Wrath Incarnation
B-08. Black Clouds of Revelation

Laufzeit: ca. 38 Minuten 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen