Sonntag, 12. Oktober 2014

Review: Acherontas & Arditi & Puissance & Shibalba - Pylons of the Adversary (CD, W.T.C.)

Das neue Split-Projekt Acherontas'... dieses Mal mit den beiden schwedischen Dark Ambient/Military Industrial-Pionieren von Arditi und Puissance, sowie dem alleinigen Projekt Acherontas V.Priest's mit Namen Shibalba, das bereits auf der Split mit Crimson Moon und Akrabu in Erscheinung trat.







Acherontas machen den Anfang und steuern gleich drei Lieder bei. "Architect of the Astral" stellt eine Art Einklang dar, welchem dann ein für Acherontas typischer Black Metal-Song folgt. "The Crescent Pillars of Daath" hat sowohl grimmige als auch meditative Momente, düstere und unheilvolle Atmosphären und okkulte Stimmungen zu bieten. Genau dafür kennt und schätzt man diese Band aus Griechenland. "Shevirah" stellt dann letztlich den Ausklang. Sehr orientalisch und meditativ anmutend. Mit "Sanctum Regnum" erklingt der erste von zwei Beiträgen aus der Feder von Arditi. Ein stimmungsvolles Lied, welches sich nach und nach immer weiter ausbaut, und letztlich sogar Soundtrack-Qualitäten einnimmt. Das könnte auch gut und gerne auch einem kriegerischen Film stammen. Genau so verhält es sich auch bei "Empire of Royal Blood", welches aber um einiges epischer klingt. Das meditativ-spirituelle Ambient-Projekt Shibalba ist mit dem Lied " Κατοπτρον" vertreten, bietet für knappe fünf Minuten Spielzeit aber in meinen Augen eindeutig zu wenig Abwechslung. Zwar soll gerade durch diese andächtige, fast monotone Stimmung der Zustand der tiefen Meditation erreicht werden, aber die Musik ist wohl eher nichts, was mich jetzt unbedingt in seinen Bann zieht. Den Abschluss bilden Puissance mit ihrem Stück "Nox", welches von Acherontas V.Priest mit Gesang unterlegt wurde. Sozusagen eine okkulte Variante von Von Thronstahl.

Fazit:
Eine durchaus interessante Veröffentlichung, obwohl es hier lediglich ein einziges wirkliches Lied aus dem Black Metal-Sektor zu vernehmen gibt. Ob das nun reicht, einen Kauf zu rechtfertigen, muss jeder wie immer für sich selbst entscheiden. Eines ist jedoch gewiss: Acherontas bleibt ein interessantes Projekt, welches sich auch nicht scheut, Genres zu betreten, die weit ab dessen liegen, was die Band einstmals unter anderen Namen repräsentierte. Nichtsdestotrotz nur für gewisse Stunden und bei absoluter Dunkelheit (+ ein, zwei Kerzen) wirklich zu empfehlen. Das Werk kommt als goldene CD im Digi.

7.0 / 10 Punkte

Darbietungen:
Acherontas
01. Architect of the Astral
02. The Crescent Pillars of Daath
03. Shevirah
Arditi
04. Sanctum Regnum
05. Empire of Royal Blood
Shibalba
06. Κατοπτρον
Puissance
07. Nox

Laufzeit: ca. 33 Minuten

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