Dienstag, 8. Juli 2014

Review: Odem Arcarum - Outrageous Reverie Above the Erosion of Barren Earth (CD, Osmose Productions)

Bei Odem Arcarum handelt es sich um ein deutsches Black Metal-Projekt, welches sich anno 1995 gründete. Der setzt sich die Truppe aus vier Mannen zusammen, die aber zum Großteil auch längst keine Unbekannten mehr sind. Vorallem der Vokalist Ar dürfte den meisten durch seine Band Secrets Of The Moon bekannt sein. Aber auch sonst liest sich die Liste, der Bands in denen die Leute bisher (live) aktiv sind/waren, wie das whoiswho der modernen deutschen Szene...





Ob man jetzt wirklich etwas mit diesen genannten Bands anfangen kann, oder ob sie für jemanden ein wirkliches Qualitätsmerkmal darstellen, sollte jeder für sich selber entscheiden. Mir gehen die meisten dieser Bands für meinen Teil am Allerwertesten vorbei - jedoch muss auch ich zugestehen, dass von ihnen immer mal wieder äußerst interessante Einzelwerke veröffentlicht werden. Dies soll nun aber nicht zentrales Thema sein, und eigentlich möchte ich die Musik von Odem Arcarum auch von den Arbeiten dieser Bands losgelöst wissen. Was hier geboten wird, ist natürlich auch kein Black Metal in Reinkultur, aber den erwartet man auch gar nicht. Eher wartet man hier mit einer perfekten druckvollen Produktion auf, zelebriert einen eher suizidalen Black Metal, gepaart mit allerlei Dark Ambient-Spielereien und geisterhaften Sphären, der sich dazu auch noch ziemlich melodisch gibt. Das erinnert in Teilen wirklich stark an Kathaaria's "The Complex Void of Negativity" oder an die Werk "Stab Wounds" und "Séance" aus der Feder von Dark Fortress - der Gesang lässt in späteren Liedern gar etwas an Immortal denken. Aber keine Sorge: "Outrageous Reverie..." beinhaltet immer noch genügend eigenes Potential, um als seine eigene Existenzberechtigung zu haben.

Fazit:
Ein empfehlenswertes Album für all die jenigen, die auf der Suche nach modernem Black Metal sind, und mit diesem ganzen Post Rock-Gedönse, was ja momentan wie Efeu aus dem Boden sprießt. Diese veganen Stöpsel können mit ihrer Meinung zu Hause bleiben, und die Musik ist in seltensten Fällen der Rede wert. Odem Arcarum weiß dagegen zu gefallen. Genau so muss Black Metal der Neuzeit klingen: nach Ursprünglichkeit und doch nach etwas Neuem. Das wird hier zwar nicht bis zur Perfektion ausgereizt und hat man auch so oder so ähnlich schon einmal gehört, aber trotzdem hat diese Band in meinen Augen das Zeug dazu, in einer Liga mit Kapellen vom Schlage Wolves in the Throne Room mit zu spielen.

7.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Gate
02. Oceans
03. Worlds of Barren Land
04. Loss
05. Hell & Revelation
06. The Body & Perpetual Imagination
07. A Darker Kind of Dreaming

Laufzeit: ca. 65 Minuten 

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