Montag, 9. Juni 2014

Review: Ygramvl - Sphaere (CD, Lupus Tonkunst)

Es ist Zeit für etwas Ambient... naja nicht wirklich. Aber ich wollte ja doch mal etwas zu dieser Scheibe hier schreiben. So ganz kann man seinen Mund ja dann doch nicht halten. Bei Ygramvul handelt es sich um ein Ein-Mann-Projekt, welches wie bereits erwähnt Dark Ambient zelebriert, mit einigen Black Metal-Einlagen. Abgeleitet scheint der Bandname von der Unendlichen Geschichte zu sein - zumindest spricht das Logo für diese Vermutung.





Bei einer Gesamtspielzeit von ca. 50 Minuten präsentiert man dem geneigten Hörer vier (!) Lieder, die von durchschnittlichem Ambient-Keyboard-Gewichse, hin zu einigen recht interessanten und auch ordentlichen Passagen und Klangteppichen so ziemlich alles zu bieten haben. Der Black Metal-Anteil ist dabei, das muss ich leider so sagen, unspektakulärer ausgefallen als der Dark Ambient. Ich kann mich mit dieser Art Mixtur aus Rüppel-Black Metal und unsäglichem Drumcomputer nicht mehr erwärmen. Es mag Leute geben, die das hier als wirklich atmosphärisch ansehen und auch ich muss dem Künstler immerhin einen gewissen Anspruch und ein gewisses Händchen für Atmosphären zugestehen - doch dieses künstliche Schlagwerk geht gar nicht. Das wirkt so 08/15... das hat man schon x-mal gehört, oder hören müssen. Wie gesagt: der Ambient geht da noch vollkommen in Ordnung, zwar wirkt auch dieser streckenweise in die Länge gezogen bis uninspiriert, ist aber noch besser als so manches andere, was sich so Dark Ambient schimpft. Vielleicht hätte man es einfach dabei belassen und den Black Metal ganz weg lassen sollen.

Fazit:
Unausgegorenes Werk, welches zwar definitiv seine Momente besitzt, jedoch auch nicht zuletzt auf Grund seines unspektakulären Endes sehr verhalten und unausgereift daher kommt. "Sphaere" bietet ergo einige interessante Ansätze, die man nur hätte weiterspinnen müssen. Und den Black Metal hätte man sich getrost sparen können. Besser als die alten Vinterriket wird es sowieso keine Band mehr hinbekommen diese beiden Genres zu vereinen.

4.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Königreich Nebel
02. Lauernde Schatten
03. Irrlichter
04. In den stummen Kavernen

Laufzeit: ca. 50 Minuten

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