Donnerstag, 12. Juni 2014

Review: Azelisassath - In Total Contempt Of All Life (CD, Eigenproduktion)

Zur Abwechslung mal wieder etwas gutes aus Schweden. Die Skandinavier haben ja was Black Metal angeht momentan ein sehr gutes Händchen. Das trifft auch auf das erste Album des Duos Azelisassath zu. "In Total Contempt of All Life" steht ganz in der Tradition des alten nordischen Black Metal, allein schon das Cover spricht für sich.







Nach der kurzen instrumentalen Einleitung "Path of Pure Darkness" geht es auch gleich in die Vollen. Gleich das erste Lied "Malignant Soul Rape" zeigt es auf: die Musik von Azelisassath ist vertonte Düsternis. Alles verschlingende schwarze Finsternis. Stolz und erhaben, hasserfüllt misanthropisch und durch und durch verachtungsvoll gegenüber allem was lebt (die Protagonisten eingeschlossen). Der Stil der Band orientiert sich dabei an die frühen 90er - Mitt-90er Jahre, vorwiegend der norwegischen und der schwedischen Szene. Parallelen zu der Musik von Dead (insbesondere Morbid und seine Beteiligungen bei Mayhem) als auch zu Bands wie frühere Gehenna, vereinzelt auch frühere Darkthrone oder auch Thornium (ich denke da vornehmlich an ihr "Dominions Of The Eclipse" Album) sind nicht von der Hand zu weisen - genau so wenig wie vereinzelte Vergleiche zu aktuelleren schwedischen Gruppen wie Svartrit oder Grav - und wohl auch durchaus gewollt. Wobei die Band nicht nur einfach kopiert, sondern auch durchaus das Zeug dazu hat, ganz eigene, durchaus auch psychedelische klangliche Atmosphären zu erschaffen. Dabei geht man einerseits durchaus kompromisslos und rau zur Sache, aber klingt gleichzeitig auch melodisch und majestätisch, was nicht zuletzt auch an den zahlreichen Chor-Samples liegt. Was hier mit den Synths gezaubert wurde, hat man in der Form auch länger nicht mehr so gekonnt gehört.

Fazit:
Einen direkten Anspieltipp kann ich hier gar nicht wirklich benennen, da das gesamte Album eigentlich durchweg top ist und sich alles auf durchgehend hohem Niveau bewegt. Trotzdem möchte ich allen Interessierten den Song "Path of Misanthropic Hate" empfehlen - hört ihn euch an und ihr wollt direkt das ganze Album haben! Ansonsten ist dieses Debüt-Album als Gesamtkunstwerk zu betrachten, welches man sich in völliger Dunkelheit und bei voller Lautstärke zu Gemüte führen sollte.

9.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Path of Pure Darkness
02. Malignant Soul Rape
03. His Desecrating Evilness
04. A Monument of Death
05. Path of Misanthropic Hate
06. Earth in Blazing Fires
07. Eternal Fires of Desolation
08. Left Hand of the Evil Will

Laufzeit: ca. 33 Minuten

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