Donnerstag, 26. Juni 2014

Review: Andhord - Pleroma of Uncreation (LP, Black Mass Records)

Aus Spanien stammt das Trio Andhord, welche mit dieser LP nach zwei Demos, die ich leider nicht kenne, ihr erstes Mini-Album präsentieren. Bis auf den Schlagzeuger, der wohl auch für Auftritte bei Empty aktiv ist, sagen mir die Musiker auch nichts. Dafür klingt "Pleroma of Uncreation" jedoch erfreulich ausgereift und hat einen so kalten nordischen Flair, dass man meinen könnte, hier einer Band aus dem Dunstkreis der mächtigen modernen Underground-Szene aus Schweden zu lauschen.





Doch, Andhord gelingt mit ihrem EP-Debüt genau das, was so vielen südländischen Black Metal Bands leider vollkommen abgeht. Authentische Atmosphären von Leere, Kälte und Einsamkeit - von Misanthropie, kosmischen Chaos-Sphären und düsteren okkulten Riten. Das klingt fast schon nordischer als das Gros dieser selbsternannten heutigen True Norwegian Black Metal Kombos (FVCK OFF!). Höhepunkt ist natürlich der zweite Song "Astral Transfiguration", wobei auch die beiden anderen äußerst soliden Untergrund Black Metal bieten, der eigentlich durchweg im schnelleren Midtempo angesiedelt ist und auch ein gewisses Gespür für Rhythmen aufweist.

Fazit:
Andhord ist mit "Pleroma of Uncreation" ein kleines aber feines Werk geglückt, was sich mit seinem sehr nordisch geprägten Stil deutlich von dem Gros der spanischen 'Szene' abhebt. Dass Black Metal anno 2014 noch so klingen kann, bzw. dass es heute immer noch Bands gibt, die einfach dieses gewisse Etwas inne haben, lässt ja doch hoffen, dass der wahre Geist des Black Metals doch noch nicht ganz tot ist und in solchen Werken weiter existiert (zumindest in musikalischer Form). Achso ja, limitiert ist die ganze Angelegenheit natürlich auch, und zwar auf 300 nicht durchnummerierte Exemplare.

8.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Cauldrons of Sabbath
02. Astral Transfiguration
03. Splendour of the Hidden Flame

Laufzeit: ca. 23 Minuten

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