Montag, 9. Juni 2014

Review: Ancient Blood - Damnation & Bloodlust (Digitales Album)

Im letzten Jahr brachte die relativ junge Band Ancient Blood aus Mexiko ihr Erstlingswerk heraus. Dies hört auf den illustren Namen "Damnation & Bloodlust". Gespielt wird natürlich Black Metal, bei dem Logo, der Gestaltung und vor allem diesem Titel bleiben da von vornerein auch keine Zweifel offen.








Der Black Metal, der hier unter's internationale Publikum gebracht wird, ist jedoch keinesfalls ursprünglicher Natur - wobei... doch, in gewisser Weise kann man davon schon reden - sondern huldigt eher dem melodischen bis symphonischen Black Metal Mitte der 90er. Alte Dimmu Borgir, Gehenna, Malignant Eternal, Siebenbürgen und/oder auch Mactätus dürften hier Pate gestanden haben. Die größte Inspirationsquelle dürften jedoch die ersten Scheiben der Engländer Cradle Of Filth gewesen sein. So ist der Sänger hier auf jeden Fall hörbar bemüht, in solche Stimmlagen und klangliche Sphären zu gelangen, wie es ein Dani Filth früher problemlos schaffte. Ein beherzter Tritt in die Weichteile sei dank. Oder eben auch nicht. Diese Band hat halt schon immer die Lager gespalten, ich sehe mich da noch in den Reihen derjenigen, die zumindest mit den ersten drei Werken von Cradle Of Filth etwas anfangen konnten. Ancient Blood schaffen es jedenfalls irgendwie den Charme dieser Anfänge einzufangen, und darüber hinaus dem ganzen noch einen gewissen eigenen Stempel aufzudrücken. Der Gesang geht einem jedoch nach einer Weile doch erheblich auf die Eier. Zu konstruiert, zu sehr nach Schema-F - zwar mit Ausnahmen, aber eigentlich hört es sich an wie ein früher Klon früherer Hecate Enthroned, die ja bekanntlich früher selbst nur ein Cradle Of Filth Klon mit nordischen Einflüssen waren.

Fazit:
Einerseits nett, aber eigentlich braucht dieses Werk kein Mensch. Nichts, was nicht schon irgendwann einmal gemacht wurde. Jedoch hat dieses Machwerk auf Grund seinen Stils schon so etwas wie einen nostalgischen Wert. Allerdings nur für die jenigen wirklich empfehlenswert, die mit diesem Stil etwas anfangen können und von solcher Art Bands nicht genug kriegen können.

4.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
01.  Black August (The Birth Of A Grim Omen)
02. Shadows Of Doom
03. Damnation & Bloodlust
04. Beyond The Veil Of Death

ca. 23 Minuten

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