Samstag, 17. Mai 2014

Review: Old Skull - Unholy Ground (CD, Eigenproduktion)

Nach längerer Pause melde ich mich nun in Form dieser Besprechung zurück. Es handelt sich hierbei um das erste Lebenszeichen des Duos Old Skull aus Deutschland. Interessant dabei ist wohl auch, dass die beiden Protagonisten M.H. Frost (dem einen oder anderen wohl schon durch sein Black Metal Projekt Pestheim bekannt) und Sodomator (ebenfalls in einem weiteren Projekt mit Namen Obscurys aktiv) aus zwei unterschiedlichen Ecken Deutschlands kommen. Der eine aus NRW, der andere aus Bayern.




Aber, was soll man sagen... in der heutigen Zeit stellt eine größere Distanz schließlich auch kein wirkliches Hindernis mehr dar. Zum Glück muss man hier klar und deutlich sagen. Denn ansonsten wäre der geneigten Hörerschaft (sprich: jedem Maniac) dieses Kleinod an Oldschool Metal Tonkunst wohl entgangen... und das wäre mal mehr als nur verdammt schade gewesen. Ja, was die beiden Herren hier auffahren, lässt sich gut und gerne als Oldschool bezeichnen... ein Mix aus Black, Death und einer Prise Thrash Metal, der auch gut und gerne aus den späten 80ern oder anfänglichen 90ern hätte stammen können. Ergo: genau mein Ding! Gut, zugegeben - musikalisch wird hier verständlicherweise nicht viel bis gar nichts neues geboten - aber das erwartet man bei einem Werk, welches sich bewusst als "Old School Metal" bezeichnet eigentlich auch gar nicht. Dafür merkt man dem Demo-Album aber zu jeder Sekunde die Hingabe an, mit welcher man die Musik vorträgt. Das ist kein bloßes musizieren... das ist eine Zelebrierung. Eine Hommage an die alten Tage. An Venom, wie an Bathory... an Destruction und auch gleichzeitig an Sodom. Und überhaupt braucht man sich sich ja auch eigentlich nur das Cover anzuschauen. Achso: hinzugesellen sich natürlich auch noch vereinzelte, passend platzierte Samples aus solch' illustren Filmen wie "Evil Dead" (bei "Blood Rain", man merke dazu an, dass der beschriebene Blutregen im Finale der Evil Dead-Neuauflage aus dem letzten Jahr ja sehr ausgiebig zelebriert wurde... da weiss man immerhin sofort, wo die Inspiration herstammt) oder "They Live!" bei "Das jüngste Gericht" (bin mir hier aber nicht 100%-ig sicher, ist Jahre her, seit ich den Film das letzte Mal aus dem Regal geholt habe - Anm. an mich: mal wieder anschauen).

Fazit:
Natürlich kann man den Stil noch weiter ausbauen und an Details pfeilen, aber für ein Debüt ist das hier doch recht eindrucksvoll, vor allem, weil Old Skull mit ihrer Art bodenständig und authentisch rüber kommen. Die typischen Metal-Gesellen, mit denen man sich doch gerne den Nacken bricht, während man sich alte Platten anhört und mit denen man abends gerne auch noch ein paar Biere zischt. Besonders erwähnenswert sind hier auch noch die im angenehmen Maße eingestreuten Gitarren-Soli. Der Gesang ist absolut Geschmackssache, ich kenne einige, denen dieser Stil und diese Darbietung nicht unbedingt zusagen würde, aber für mich ist es absolut passend! Veröffentlicht in Eigenregie, mit 4-seitigem Booklet, Inlay (einseitiger Druck) und Pro-CDr. Eine Limitierung ist nicht angegeben, aber so wie ich von den beiden Mannen vernommen habe, scheint es wohl nicht mehr allzu viele Exemplare zu geben. Falls ihr also noch ein Exemplar ergattern wollt, wendet euch schnellstmöglich an die Band unter www.oldskull.jimdo.com.

7.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Introduction
02. Evil Sacrifice
03. Devilish Angel
04. Das jüngste Gericht
05. Until Thy Kingdom Come
06. In Blasphemy
07. Go To Hell
08. Blood Rain

Laufzeit: ca. 18 Minuten

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