Freitag, 14. März 2014

Review: Kawir & Nergal & Embrace Of Thorns & Soulskinner - Emissaries of a Profane Advent (LP, Hammer of Hate Records)

Ein finnisches Label vereinigt vier Truppen der härteren Metal-Gangart aus Griechenland unter seinem Banner. Wenn das nichts ist. Vor allem, wenn es sich bei dem Label um Hammer of Hate und bei den Bands um die Kult-Bands Kawir und Nergal handelt. Embrace of Thorns und Soulskinner sagten mir bisher allerdings rein gar nichts. Erstere habe ich zwar in irgendeinem Zusammenhang mal namentlich gehört, aber wirklich beschäftigt habe ich mich mit ihnen nicht.





Beginnen wir mit Kawir. Der doch recht rasante Stil, der sowohl erhabenen und räudigen Black Metal mit viel Melodie und Rhythmus verbindet, überrascht hier nicht wirklich. Zunächst erhabener Klargesang, dann durchgehend Gekeife. Überrascht nun auch nicht wirklich. Zum Ende hin noch ein sehr paganer Akustikakt. Das klingt halt typisch nach Kawir. Aber genau so möchte man sie auch, nicht wahr?! Ihr "Prometheus" kann auf jeden Fall überzeugen, auch wenn hier nichts wirklich Neues geboten wird.

Es folgen ihre Landsleute Nergal mit ihrem Titel "Flegethon". Doch halt... was zur Hölle ist das? Ambient? Keyboard-Gewichse? Auweia. Hoffentlich vergeht das schnell wieder. Aber schnell wird mir klar, dass dies nicht der Fall sein wird, und nachdem diese Seite der Platte durch ist, riskiere ich dann doch einmal einen Blick ins weltweite Netz. Doch tatsächlich: dort ist zu lesen, dass es bei der Platte offenbar einen Presswerkfehler gegeben hat, und der Song von Nergal nicht drauf ist, sondern irgendetwas anderes. Keine Ahnung, was es ist - aber es schmerzt. Erheblich!

Platte gewendet und es erschallen Embrace of Thorns aus den Boxen. Da fühlt man sich doch gleich wieder heimiglich. Ihr Beitrag "Dismal Augur of the Hierophant Mass" kann sich auch durchaus hören lassen, bietet einen gelungenen Mix aus Death mit Black Metal, versetzt mit einer herrlichen 80's/90's-oldschool Thrash Metal-Note. Geil!

Den Rausschmeißer liefern mit ".44 Caliber Killer" die vier von Soulskinner. Geboten wird Death Metal der alten Schule, der auch einige Anleihen an den Grind besitzt. Jetzt nicht so ganz meins, aber das hier gehört definitiv zu den besseren Sachen, die ich aus der Sparte gehört habe - daher sei an dieser Stelle auch für diese Band eine klare Empfehlung ausgesprochen meinerseits.

Fazit:
Ja, wie bewertet man so etwas nun? Kawir überzeugen, wie immer. Nergal sind im Endeffekt leider gar nicht vertreten (wahrscheinlich durch einen Fehler im Presswerk), stattdessen bekommt man allerübelstes Keyboard-Gewichse um die Ohren, wogegen die Ergüsse eines Varg Vikernes noch reines Gold sind. Embrace of Thorns und Soulskinner überzeugen durch ihren sehr oldschooligen Sound. Zwar wiegt die Tatsache, dass Nergal nicht enthalten sind, sehr schwer - trotzdem muss ich sagen, dass sich die Anschaffung dieser 10'' MLP trotzdem lohnt - allein wegen Kawir und Embrace of Thorns! Muss letztlich jeder für sich entscheiden. Eine Neuauflage wird es indes nicht geben, auch keine fehlerfreie Auflage als Austausch. Schade finde ich auch, dass hier für den ehrlichen Käufer nicht die Möglichkeit eines Downloads des Nergal Songs geschaffen wurde. In dieser Form nur...

5.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
Kawir
A-01. Prometheus
 Nergal
A-02. Flegethon (das Lied ist leider nicht wirklich enthalten, dafür etwas 'anderes')
Embrace of Thorns
B-03. Dismal Augur of the Hierophant Mass
Soulskinner
B-04. .44 Caliber Killer

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