Mittwoch, 12. Februar 2014

Review: Paymon - Regno Occulto (MC, Schattenkult Produktionen)

Bei Paymon aus Italien handelt es sich um eine Ein-Mann-Band, die - wer hätte es vermutet - rauen Underground Black Metal zelebriert. Mit vorliegendem Werk "Regno Occulto" präsentiert man der Öffentlichkeit nun nach drei Demo-Werken das erste Voll-Album. Veröffentlicht wurde das ganze auf Kassette bei der deutschen Schmiede Schattenkult Produktionen.








Die Musik von Paymon zeigt sich auch in der Tradition solcher Bands wie Throndt oder ähnlichem. Dargeboten wird jeweils ein Ambient-Stück, welchem ein Lied im Black Metal-Gewand folgt. Nun, soweit nichts neues also. Auch präsentiert sich die Musik als nicht wirklich innovativ - was bei dem Stil kaum verwundern dürfte - nichts desto trotz aber durchaus solide. Die okkulte Riege wird ebenso angesprochen, wie die Leute, die eher auf der Schiene des DSBM fahren. Auch dieser klare Wechsel zwischen Ambient und Black Metal stellt sich nach dem sechsten Lied ein, und man bekommt in den folgenden Beiträgen einen Mix aus beidem serviert. Wie gesagt, alles recht ordentlich dargeboten, aber nichts, was mich wirklich vom Hocker reißen würde. Mit Ausnahme des Songs "My final breath" vielleicht - ich weiss nicht was, aber irgendetwas hat dieser Song definitiv an sich! Mit "Slottet I det fjerne" huldigt man noch den einstigen Black Metal-Veteranen Darkthrone (ja ja, ich weiss, dass es die Band noch gibt - aber seien wir mal ehrlich: die Kombo gehört genau wie Burzum zu jenen Musikprojekten, die sich definitiv selber überlebt haben). Mit "Woe to you..." bekommt man dann noch einen Rausschmeißer jenseits der 11-Minuten-Grenze vorgesetzt, der sich im Stile von Burzum's "Filosofem" präsentiert (was ja auch immer wieder gerne zitiert wird) und einen Mix aus instrumentalem Black Metal, Ambient und Akustik bietet.

Fazit:
Ordentliche Veröffentlichung, mehr aber auch nicht. Wer von rauem Underground Black Metal einfach nicht genug kriegen kann, sollte auch diese Veröffentlichung nicht links liegen lassen. Für Puritisten sowieso Pflichtprogramm, da hier zwar absolut keine Innovation in der Musik geboten wird, dafür aber eine Menge düstere Atmosphäre und Authensität. Alle, die jedoch nach etwas Eigenständigem suchen, sind hier definitiv fehl am Platze und sollten einen Bogen um dieses Release machen.

7.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. My Evil Thought
A-02. In The Black Night
A-03. Nel Buio
A-04. Eterno Mutamento
A-05. Ombre
A-06. Nessuna Speranza
B-07. My Final Breath
B-08. Regno Occulto
B-09. Slottet I Det Fjerne
B-10. Woe To You...

Laufzeit: ca. 47 Minuten 

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