Montag, 24. Februar 2014

Review: Nott - The Grave Age (CD, Obscurus Records)

Aus Italien stammt dieses Solo-Projekt mit Namen Nott. Dahinter steckt niemand geringeres als Mortifero, seines Zeichens für alle Instrumente bei dem wohlbekannten Duo Nebrus, verantwortlich. Nun, dieses Projekt spukt nun auch bereits seit dem Jahre 2002 in den Weiten des Underground herum, ohne mir jedoch vorher jemals bewusst aufgefallen zu sein. So hat der werte Herr bisher eine Demo in Form einer CD und eine MCD mit Nott heraus gebracht. "The Grave Age" stellt nun das Debüt-Album dar.





Das erste Mal, dass ich von dem Projekt überhaupt mal hörte, war im Zuge der Planung für den zweiten Unholy Black Art Of Ritual-Sampler. Mortifero war freundlicher Weise dazu bereit, dem Projekt ein bis dato exklusives Lied von Nott zu spendieren. Nun, exklusiv ist es immer noch, was man auf dem Sampler von Nott hört, denn die Version von "Morningstar" unterscheidet sich passagenweise doch recht erheblich von dem, was man auf dem Album hört.
"The Grave Age" bietet insgesamt neun Lieder, die sich allesamt dem reinen Black Metal widmen. Rau, aggressiv, misanthropisch... einfach primitiv. Auch einen leicht thrashig-rotzigen Rock-Einschlag kann die Musik nicht verbergen - wie bei "Necrophorus". Die Musik wird in weiten Zügen wie ein ungeschliffener Diamant - unverfälscht, rein... einzig das pure Chaos. Doch ist sie gleichzeitig mitnichten spielerisch unausgereift. Da es sich hier ja bereits um einen gestandenen Musiker der Underground-Szene handelt (ist ja nicht so, als sei der Mann nur noch in Nebrus aktiv), dürfte wohl klar sein, dass einen hier keine 08/15-Songstrukturen langweilen, sondern man im Gegenteil mit nicht zu verachtenden Melodiebögen und eingängigen Rhythmen verwöhnt wird. Wenn man es denn so nennen möchte - für Außenstehende wird "The Grave Age" wahrscheinlich nichts weiter, als eine Ansammlung von Krach sein. Allerdings werden diese wohl kaum die Gelegenheit erhalten, in Besitz dieses Albums zu geraten.

Fazit:
Nott plays Primitive Black Metal. Nothing more. Nothing less. Dabei handelt es sich bei dem Solo-Projekt aber erfreulicher Weise um jemanden, der sein Handwerk versteht und sich nicht wie so viele Trend-Bands versucht, durch irgendwelche provokativen Texte zu provilieren und sein instrumentales Unkönnen zu kaschieren. Die CD kommt als Pro-CDr im Jewelcase mit professionell gedrucktem, mehrseitigen Beiheft zum ausfalten (enthalten sind u.a. alle Texte) und Inlay. Limitiert ist die ganze Angelegenheit auf 66 handnummerierte Exemplare (in römischen Ziffern). Ich weiss nicht, ob er generell beigelegt ist, aber meinem Exemplar lag ebenfalls ein handgeschriebener und angebrannter Brief bei.

8.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. The Prophet Of Self-Destruction
02. Necrophorus
03. Sea Of Ice
04. Deliver Us From god
05. Demonic Tyrant
06. The Grave Age
07. Septicaemic Plague
08. Morningstar
09. Skyburial

Laufzeit: ca. 38 Minuten

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