Donnerstag, 13. Februar 2014

Review: Nahide - My Mind Fucks Up My Soul (CD, Lupus Tonkunst)

Man braucht sich eigentlich nur die Danksagung, bzw. die Grußliste in der Hülle anschauen, da weiss man schon wessen Geistes (krankes) Kind Nahide ist... auch der Hinweis "All music is made for non-human lsiteners. Humans can be injured." HAHA einfach nur herrlich. Aber zunächst einmal ein paar Fakten: bei Nahide handelt es sich um eine Ein-Mann-Band, die von Mephisto ins Leben gerufen wurde (auch Frozen Land). Zelebriert wird, wie man schon bei Grüßen "to my razorblades" u.ä. erahnen könnte, eine kranke Art des Black Metal.




Naja... sooo krank wie befürchtet oder erwartet präsentiert sich das Tonmaterial dann doch nicht. Da ist bei mir halt immer noch die "Letharg" EP von Fäulnis Reverenztitel Nummer 1 und an diese kranke, nihilistische und selbstzerstörerische Atmosphäre muss erst einmal ein Werk heranreichen. Womit ich Nahide jetzt aber nicht absprechen möchte, dass die Musik einem kranken Hirn entsprungen zu sein scheint. Das scheint nämlich definitiv der Fall zu sein. Der Titel "My Mind Fucks Up My Soul" ist auf jeden Fall Programm, und so stellt sich das gesamte Album als ein lupenreines Suizid Black Metal heraus, ganz im Stile solcher Bands wie Suicidal Vortex oder Kathaaria, die auch technisch und spielerisch gesehen, überzeugen kann, durchaus ausgefallen ist und mit Detailfreude aufwartet. Nein, das hier hat nichts mit diesem ewigen Emo-Gesülze zu tun, den man ansonsten von DSBM-Kombos kennt, hier wird erst noch ausgiebig die Klinge gewetzt, um sie erst jemand anderem und schließlich sich selbst in den Leib zu rammen. Oder auch in die Arme. Oder sonst wo hin. Oh Freude usw. usf. Die CD scheint in der Tat mit jedem Lied fieser zu werden, findet ihren Höhepunkt irgendwo bei Titel "III" und "IV", kommt dann bei "V" richtig zur Sache und bei dem letzten "VI" ist dann alles zu spät. Am Ende steht nur noch die Trauerandacht.

Fazit:
Um es kurz zu machen: Nahide ist kranke Musik für kranke Leute. "Inspired by Hate, Beer, Cocain and Blood"... und dann kommt einem doch wieder dieser Einspieler der Fäulnis - Letharg EP in den Sinn. Jenes Zitat aus dem Munde Kinski's: "Ich spiele nicht, ich bin das - und deswegen bin ich nichts!" Das Demo-Album dieses Projektes aus Baden-Württemberg wird mit Sicherheit nicht jedem gefallen, aber Leuten mit Sinn für diese geisteskranken Sphären sei diese CD eindringlich empfohlen! Limitiert auf 100 Exemplare und handnummeriert, die ersten 30 Stück kommen im Special Package als schwarze Pro-CD mit Poster, Postkarte und Sticker.

9.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. I
02. II
03. III
04. IV
05. V
06. VI

Laufzeit: ca. 30 Minuten

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