Montag, 3. Februar 2014

Review: Alastor & Tundra - The Forbidden Fruit of Purity Split (MC, Schattenkult Produktionen)

Knappe ein einhalb Jahre ist das Gemeinschaftswerk zwischen den Österreichern Alastor und Tundra aus Italien schon alt. Nun wurde es vor kurzem als Kassette neu aufgelegt. Und zwar durch das deutsche Label Schattenkult.










Von Alastor habe ich, ich muss es gestehen, zuvor noch nie etwas gehört. Die A-Seite enthält dann auch gleich die fünf Lieder der Österreicher - ein guter Einstieg also. Zelebriert wird spielfreudiger und melodischer Black Metal mit Anleihen an den Post Black Metal, Death und vor allem auch an den Thrash Metal (minimale Shoegaze-Einflüsse sind auch zu vernehmen). Dabei wird aber eine beachtliche Härte an den Tag gelegt, auch wenn sich das hier gut produziert anhört, kommt es teilweise doch sehr rau rüber. Klar, das Rad wird hier nicht neu erfunden, aber immerhin hat man nach dem hören der Alastor Beiträge nicht den Eindruck, gerade um einen Teil seiner kostbaren Lebenszeit betrogen worden zu sein.

Ehrlich gesagt, hatte ich auch gar nicht mehr damit gerechnet, jemals wieder etwas von Tundra zu hören. Seit ihrem zweiten Voll-Album "Primordial" hatte ich die Band irgendwie doch aus den Augen verloren, und das obwohl es sich hier um einen sehr guten Vertreter des italienischen Black Metal handelt. Nun denn... Tundra steuern die letzten vier Lieder bei. Wobei "Time to Die" lediglich ein Intro darstellt. Was folgt ist wie gewohnt rauer Underground Black Metal, der trotz seiner rotzigen Attitüde einen gewissen Hang zu Rhythmus und Melodie nicht verbergen kann.

Fazit:
Alastor habe ich wie gesagt vorher nie gehört, und das obwohl bereits zwei Alben existieren. Ich bin daher angenehm positiv überrascht - vor allem aber auch, weil die Kombo aus Österreich kommt. Um die Qualität der dortigen Black Metal Szene ist es ja allgemein nicht weit her. Von daher ist man für solche Truppen wie Alastor immer wieder dankbar. Die Italiener Tundra sind hier als Trio vertreten, und halten auch auf "The Forbidden Fruit of Purity" an ihrem Stil fest, der da lautet Raw Underground Black Metal. Alles in allem eine empfehlenswerte Split, wobei ich Tundra auf Dauer eindeutig mehr abgewinnen kann.

7,5 / 10 Punkte


Darbietungen:
Alastor
A-01. The Song Of The Old Mountains (The Departure)
A-02. Ravenclaw (Exordium pt. 1)
A-03. Serpent Times (Exordium pt. 2)
A-04. Exit Sepulcrum Eius Gloriosum (Hidden Persuasion)
A-05. Tunguska Eden (The Truth Of Faith)
Tundra
B-06. Time To Die
B-07. Antithesis Of Flesh
B-08. When Darkness Prevails
B-09. The Sleeper Has Awakened

Laufzeit: ca. 45 Minuten

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