Freitag, 21. Februar 2014

Review: Ahnenkult - Allmacht (CD, Lupus Tonkunst / Narbentage Produktionen)

Nach der ersten Demo "Kult" folgt nun diese EP in Form einer CD. "Allmacht" wurde in Zusammenarbeit der beiden deutschen Untergrund-Labels Lupus Tonkunst und Narbentage Produktionen produziert und veröffentlicht. Was die Band betrifft, so handelt es sich um ein Duo aus Freiburg.








"Allmacht" umfasst mit dem Einklang fünf Lieder und einen (nicht gelisteten) Bonus-Titel. Musikalisch geboten wird ein Mix aus Pagan Black Metal und Viking. Wenn man denn unbedingt einen Vergleich heran ziehen möchte, so würde ich alte Falkenbach und Helvegr nennen. Allerdings ohne Keyboard-Geplänkel (mal vom Einklang abgesehen). Hymnische und erhabene Melodien paaren sich mit blanker Hass und unsagbarer Wut. Der Gesang ist einmal in klar (Lupus) und dann typisch für Black Metal gekreischt. Das harmoniert wunderbar mit einander. Besonders hervorzuheben sind für mich da die Songs "Ich will den Gott nicht" (jene alte Volksweise, die schon Teil eines Liedes der bekannten deutschen Gruppe Festung Nebelburg war) und die hörbare Neuauflage von "Kult", dem Lied von der Demo. Sehr geil, und hier entsteht auch wirkliches Bathory/Falkenbach-Feeling (zumindest, wenn man bedenkt, wie Falkenbach früher einmal klangen)! Hammer, dass es heute immer noch Kapellen gibt, die es verstehen, Begriffe wie Pagan, Heidentum oder Viking nicht einfach nur zu verwursten und mit sinnlosen Saufliedern zu vergewaltigen, sondern sich auch wirklich poetisch mit diesen Themen auseinander zu setzen wissen. Das zusätzliche Lied stellt eine alternative Version von "Ich will den Gott nicht" dar, der Black Metal-Gesang mit dem weiblichen, fast schon operettenhaften Gesang von Marijke verbindet. Für mich als Verfechter der alten Werke von Tristania oder Theatre of Tragedy und generell diesem ganzen alten Doom/Gothic Metal natürlich sehr erfreulich, mal wieder so etwas gekonntes zu hören.

Fazit:
Eine sehr gute Scheibe und ein guter Vertreter für sein Genre. "Allmacht" macht wirklich etwas her, allerdings ist das Vergnügen bei einer Gesamtlänge von etwas mehr als 20 Minuten leider auch relativ kurz. Trotzdem... wenn Ahnenkult in diesem Stil mal ein Voll-Album einknüppeln bin ich auf jeden Fall wieder dabei!

8.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Einklang
02. Uns'rer Ahnen
03. Ich will den Gott nicht
04. Allmacht
05. Kult
06. hidden Track

ca. 22 Minuten

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