Mittwoch, 16. Oktober 2013

Review: Profanal - Black Chaos (LP, Iron Tyrant)

Neuigkeiten aus einem meiner, aus musikalischer Sicht betrachtet, liebsten Länder - Italien. Dem sonnigen Süden entspringt nämlich nicht nur guter Black Metal (Opera IX, Nebrus, Mortuary Drape, Evol... um nur einige zu nennen), sondern mit Profanal hat man sogar eine recht ordentliche Old School Death Metal Band zu bieten. Die Band sagte mir bisher nichts, obgleich man schon auf eine recht solide Anzahl von Veröffentlichungen zurückblicken kann. "Black Chaos" stellt jedoch das erste Voll-Album der Band dar.


Dieses erschien nun nach nunmehr zwei Demos und zwei Split-Releases, Ende letzten Jahres / Anfang diesen Jahres. "Black Chaos" bietet neben dem recht kurzen Intro acht Lieder, eines davon als instrumentalen Abschluß. Allein schon die A-Seite überzeugt mit den Songs "Walls of Agony", "Into the Abyss of Grief" und "Black Chaos Horde" (zu dem gibt es sogar ein offizielles Video, zu sehen auf youtube... einfach mal nach Profanal suchen!) und deren dreckiger, räudiger Atmosphäre. Authentischer Death Metal, der stilistisch irgendwo zwischen alten Sachen von Death, alten Cannibal Corpse und den guten alten Morbid Angel angesiedelt ist. Wenn man will, kann man auch die relativ junge Veröffentlichung der Deutschen Venenum als Vergleich heran ziehen. Aber scheiss auf Vergleiche. Profanal treten auf jeden Fall ordentlich Arsch und rocken, als wenn es kein Morgen gäbe. Dieser Eindruck setzt sich dann auf der B-Seite fort und wird sogar durch Songs wie "Torment of Saturn" oder "Worship the Skull" noch einmal verstärkt. Brutal und doch eindeutig sehr rhythmisch und melodisch (keine Keyboard-Wichse!). Sogar das instrumentale Outro "The Bright Light of Death" ist als Song eine Wucht und nicht einfach als belangloser Rausschmeißer zu betrachten.

Fazit:
Metal aus Italien weiss mich doch immer wieder zu überraschen und zu begeistern. Profanal bilden da keine Ausnahme. Was hier aufgefahren wird, ist schlichtweg als ursprüngliche Death Metal-Musik zu beschreiben. Zwar ganz klar an alte Helden aus Amiland orientiert, vermag es die Band doch, dem ganzen noch ihren eigenen Stempel aufzusetzen, was wahrscheinlich auch nicht zuletzt dem Gesang der Sängerin Rosy geschuldet ist. Ja... was die Dame hier zustande bringt - da kann sich so manch männlicher Kollege noch eine Scheibe von abschneiden. Die Limitierung der Platte beläuft sich laut Iron Tyrant auf 300 Exemplare. Dies wird jedoch nicht auf dem Cover erwähnt, ergo ist die LP auch nicht durchnummeriert. Trotzdem würde ich mich an eurer Stelle mit dem bestellen beeilen. Am besten direkt bei Iron Tyrant (da gibt's die Platte im Kombi-Angebot mit der CD + Aufnäher). Aber auch diverse deutsche Shops wie die Eisenwald Tonschmiede, Amor Fati oder Eternity Records haben die Platte in ihrer Distroliste.

8.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. Intro
A-02. Walls of Agony
A-03. Into the Abyss of Grief
A-04. Black Chaos Horde
A-05. Torment of Saturn
B-06. Submission of the Beast
B-07. Conquering Cemeteries
B-08. Worship the Skull
B-09. The Bright Light of Death (Outro)

Laufzeit: ca. 33 Minuten

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