Mittwoch, 16. Oktober 2013

Review: Nightbringer & Dødsengel - Circumambulations of the Solar Inferno Split (LP, Daemon Worship Productions)

Die Amis von Nightbringer melden sich zurück in Form einer Split mit den Norwegern Dødsengel. Nach der letztjährigen grandiosen Split mit Acherontas also endlich mal wieder neues Futter für alle Anhänger des psychotischen Black Metal Quintetts. Von dem Duo aus Norwegen habe ich jedoch bisher auch nur namentlich gehört, kann aber auch sein, dass ich da etwas verwechsle. Norwegen interessiert mich halt weniger.




Beginnen wir bei den zwei Beiträgen der Amis, namentlich "Watchtower of the West - Gate of the Mighty Dead" und "Watchtower of the North - Ascension of the Midnight-Sun". Wie gewohnt präsentiert man hier durchaus schnell gespielten und dank der zahlreichen hypnotischen, chaotisch wirkenden, psychedelischen Atmosphären auch sehr kranken Black Metal. Nightbringer werden gerade deshalb auch nicht unbedingt jedem gefallen, aber das wollten sie ja ohnehin noch nie. Musik, nicht aus der Retorte und auch nicht für jedermann. Sondern speziell, von Individualisten für Individualisten. Und tatsächlich fällt es mir bis heute schwer Nightbringer mit irgendetwas oder irgendwem zu vergleichen. LP umgedreht und es erklingt der erste Beitrag der Norweger in Form von "Watchtower of the East - Horus Sunflesh", der ähnlich dem ersten Nightbringer-Beitrag einen instrumentalen Einklang mit Sprechgesang bietet. Anschließend wird jedoch ein wahres Black Metal-Inferno entfacht. Musikalisch bewegt sich das ganze im schnelleren Midtempo, präsentiert sich auch durchaus rhythmisch und melodiebetont. So ein typisch nordisches Ding halt. "Watchtower of the South - Drunk upon inmost Fire" beginnt recht doomig, nimmt fast schon sludge-mäßige Züge an, wandelt sich dann aber in einen, wenn auch weiterhin sehr Doom-orientierten, gemäßigteren Black Metal, der im letzten Viertel sogar eine richtig kalte Atmosphäre innehat, die zwischen Nostalgie, Okkultismus und Todessehnsucht schwankt. Krank!

Fazit:
Must-Have-Release! Mehr muss man da glaube ich nicht mehr zu sagen. Keine Ahnung, ob die LP limitiert ist, beim Label konnte ich jedenfalls keine Angaben diesbezüglich finden. Da auf der Platte selbst auch nichts vermerkt ist, bleibt dieses Rätsel also ungelöst. Wurde übrigens auch auf CD veröffentlicht, ebenfalls von Daemon Worship.

9.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
Nightbringer
A-01. Watchtower of the West: Gate of the Mighty Dead

A-02. Watchtower of the North: Ascension of the Midnight-Sun

Dødsengel
B-04. Watchtower of the East: Horus Sunflesh
B-02. Watchtower of the South: Drunk upon inmost Fire

Laufzeit: ca. 31 Minuten

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