Montag, 2. September 2013

Review: Silent Dominion & Morbid Fog - Defending The Ancient Spirit Split (MC, Schattenkult Produktionen)


Das deutsche Label Schattenkult hat in der letzten Zeit doch einiges veröffentlicht. Da ich mittlerweile im Besitz aller Werke bin, werde ich diese nun nach und nach listenartig abarbeiten. Beginnen wir mit dieser Split namens "Defending The Ancient Spirit" zwischen den beiden griechischen Bands Silent Dominion und Morbid Fog, welche sich inzwischen aber auch schon wieder aufgelöst hat...







und was soll ich sagen? Beim hören dieser Kassette weiß man auch, wieso sich zumindest eine Band aufgelöst hat. Wobei Morbid Fog hier eigentlich noch die bessere ist... eindeutig die bessere! Denn allein angefangen bei der Tatsache, dass das Logo von Silent Dominion in seiner Machart unangenehm an diese unsägliche Band Heaven Shall Burn oder auch allgemein an diesen Trend "Metalcore" erinnert, bleibt auch noch, dass der hier zelebrierte Black Metal derart lieb- und zahnlos dargeboten wurde, dass es beinahe traurig ist. Das ist Musik aus der Retorte und es ist eine verdammte Schande, dass ausgerechnet ein solches Label so etwas veröffentlicht, da ich bisher doch eher hochwertige Produktionen von Schattenkult gewohnt bin, auch was die Bandauswahl anbelangt. An der Aufmachung gibt es zwar nichts zu meckern, wie immer sehr gut geworden, jedoch geht solche Musik mal gar nicht! Dass das ganze dann noch in einer Art Ambient-Ausklang mit NES-mäßigen Soundcollagen endet, verstärkt diesen negativen Eindruck, den ich ohnehin schon von der Band hatte, nur noch. Morbid Fog bietet da, wie schon erwähnt, höherwertige Musik. Dazu wird der einsame Krieger im zweiten Liedbeitrag "The Grim Dungeon Of Tartarus" am Gesang begleitet, und zwar von Gareth aus u.a. Diabolical Principles und Mortuus Caelum, die ich eigentlich doch sehr schätze. Dies soll jedoch nicht ausschlaggebend sein. So sind auch die Ambient-Passagen bei "Pagan Ritual Beneath The Fullmoon Light" gelungener.

Fazit:
Von einer hochwertigen Produktion kann im Falle von Morbid Fog zwar auch keine Rede sein, aber das erwarte ich von solch einer Veröffentlichung ja auch nicht. Immerhin schafft es dieses Ein-Mann-Kommando Black Metal mit Atmosphäre zu erzeugen, was meiner Ansicht nach die Person hinter Silent Dominion total in den Sand gesetzt hat. Diese Musik rauscht einfach an mir vorbei, ohne eine Spur Eindruck hinterlassen zu haben. Einmal gehört und vergessen. Und das ist eigentlich noch schlimmer, als eine besonders miese Produktion - die bleibt wenigstens noch im Gedächtnis kleben wie Scheiße an der Wand. Ja, hier kann man durchaus davon ausgehen, dass Silent Dominion die Gesamtnote erheblich herabsenken. Limitiert ist das Tape auf 100 handnummerierte Exemplare.

4.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
Silent Dominion
A-01. Modest Daugther
A-02. Amiable Goddess, Hecate
A-03. To Charites
Morbid Fog
B-04. Kerasphoros (The Horned One)
B-05. The Grim Dungeon of Tartarus
B-06. Pagan Ritual Beneath the Fullmoon Light

Laufzeit: ca. 30 Minuten

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