Montag, 2. September 2013

Review: Mother Of Worms - The Grimoire Of Abomination Tales (MC, Schattenkult Produktionen)

Man braucht sich eigentlich nur das Cover anzusehen... das weiß man eigentlich, wie der Hase läuft und wessen Geistes Kind Mother Of Worms sind. Die 3-köpfige Band aus Thüringen zelebriert seit ihrem Gründungsjahr 2007 eine perverse Unterart des Black/Death Metals. Die perverse und sexistische Note zeigt sich vor allem in den Artworks (das Innenleben des Tape-Covers ist eine Augenweide, hrhr) und findet sich natürlich auch in den Texten wieder. So werden auch Songs von bspw. GG Allin gecovert - und wer diesen Mann mal im Internet recherchiert hat, der wird wissen, was ich meine.




Rein musikalisch betrachtet wird hier ein gelungener Mix aus Dark Ambient, Black und Death Metal, sowie einige Anleihen an den Grind, Industrial und Thrash (welche sich jedoch dezent im Hintergrund verstecken und nur angedeutet werden, was den einen oder anderen sicher freuen und beruhigen düfte) dargeboten. Dabei vereint das Tape, mal abgesehen von dem Debüt-Album, alle bisherigen Veröffentlichungen der Band. Angefangen beim Demo "Demonatrixxx Butchery Cult", welches mit "Cunt of Christ" einen echt fiesen Death/Black Song bietet, "Fuck The Dead" ist besagtes GG Allin Cover und wurde hervorragend in ein Black Metal-Gewand gezwängt. "Visions" stellt eine Art Ambient-Zwischenspiel dar, Stöhnen inklusive. Und mit "Under The Sign Of Evil" huldigt man dann noch dem deutschen Thrash-Urgestein Violent Force. Es folgt das etwa 10-minütige "Hinterland EP", welches beide Lieder der EP beinhaltet. Black Metal mit eindeutiger Thrash-Note Marke Urticant. "Ritual 2012" und "Silvia (Saint Of Hell)" entstammen beide der gleichnamigen "Silvia" EP und bieten oldschooligen Death/Black Metal mit viel Groove und einigen netten Einspielungen und Zwischenpassagen, die unter Garantie beim Jugendschutz durchfallen würden, hehe. Die letzten drei Lieder sind von der "Sex. Blood. Darkness" Demo und halten vom fiesen Death/Black bis hin zum Dark Ambient mit Sample-Einspielungen und Blackened Trash Metal noch einmal alles bereit.

Fazit:
Alles in allem ist das Tape von Mother Of Worms, die mir bis dato übrigens überhaupt kein Begriff waren, eine ziemlich runde Sache. Der hier zelebrierte Death/Black Stil ist sehr kernig, ursprünglich und kommt authentisch rüber. Die anderen Einflüsse tauchen hier und da mal auf, sind aber kein fester Bestandteil der Musik an sich. Was sich natürlich durch sämtliche Songs zieht, ist dieser SM-Touch und der Hang zum Perversen. Ich denke, alle, die Sachen wie z.B. Hellfucked mögen, werden sich hier auch schnell heimisch fühlen. Aber auch Leser von Edward Lee-Romanen und Konsorten sollten mal ein oder zwei Ohren riskieren und den, teils gut verständlichen Texten ihre Aufmerksamkeit widmen. Für mich ist diese Kollektion zwar nicht DIE Erfüllung (aber das ist wohl auch nicht die Intention hinter dieser Musik), sondern vielmehr ein gutes, solides Machwerk Death/Black Metals der alten Schule.

7.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. Cunt Of Christ
A-02. Fuck The Dead (GG Allin Cover)
A-03. Visions
A-04. Under The Sign Of Evil (Violent Force Cover)
A-05. Sex. Blood. Darkness. / Hinterland
B-06. Ritual 2012
B-07. Silvia (Saint Of Hell)
B-08. Sex. Blood. Darkness.
B-09. Fucked & Butchered
B-10. Hinterland

Laufzeit: ca. 46 Minuten

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