Samstag, 10. August 2013

Review: Drengskapur - Der Urgewalten Werk (LP, Eigenproduktion/Revolvermann Records)

Das neueste Werk der berliner Black Metal-Urgewalt Drengskapur ist auch seit mehreren Wochen draußen und kam sogar in den Genuß einer Veröffentlichung auf Vinyl. Da konnte ich natürlich nicht nein sagen, hehe. Was sich letztlich auf dem nunmehr dritten Voll-Album im Gegensatz zu den beiden vorhergegangenen getan hat, lest ihr nun in folgenden Zeilen...






Zunächst kann man wohl festhalten, dass Drengskapur ihrem Stil und somit auch sich selber weiterhin treu bleiben. Was hier dargeboten wird, ist eine Mischung aus recht rhythmischen Black Metal mit einer Prise Pagan. Wobei sich der heidnische Anteil zumeist auf die eher heimatlichen und naturverbundenen Texte beschränkt. Doch auch tauchen hier und da schon einmal akustische Gitarren auf. Aber dominierend ist hier natürlich mal wieder der Black Metal, der stets erhaben und mit einer gehörigen Portion Wildheit aus den Boxen erschallt. Dazu sehr passend wie immer der keifende Gesang von Sänger Wintergrimm. Trotzdem ist "Der Urgewalten Werk" wesentlich mehr als ein erneuter Aufguss von Altbekanntem. Denn man kann der Band schon attestieren, dass sie sich hier nochmals zum vorherigen Album "Von Nebel umschlungen" weiter entwickelt haben. So sind die regelrecht epischen Längen der Lieder mit 10 - annähernd 13 Minuten weiterhin vorhanden (neben kurzem Ein- und Ausklang werden ganze vier Lieder mit entsprechender Spieldauer dargeboten), jedoch wird man hier nicht müde, sich diese von vorne bis hinten durch anzuhören, was ja noch auf dem direkten Vorgänger stellenweise doch noch etwas langatmig ausartete. Dabei kann ich gar nicht einmal mit Sicherheit ausmachen, voran es genau liegt. Vielleicht liegt der Hund doch in den noch feiner ausgearbeiteten Details innerhalb der Songs, wie Tempowechseln, den bereits erwähnten akustischen Passagen, eingebauten Breaks, instrumentale Solo-Passagen usw. usf... begraben.

Fazit:
Sei es nun "Erhaben Erdengrund", "Wilde Fluten", "Vom Sturme gepeitscht" oder "Entflammt" - jeder einzelne Song hat mal wieder etwas für sich, und jeder, der die Band von ihren vergangenen Werken her bereits kennt, kann und sollte hier bedenkenlos zugreifen. Mich jedenfalls hat das Album von Anfang an gefesselt und bis zum Ende mitgerissen. Etwas, was bei mir längst nicht jede Band vollbringt. Und schon gar nicht, wenn sie aus Deutschland kommt. Die Heimat brachte jedenfalls in jüngster Zeit mehr Enttäuschungen zu stande, als dass es etwas wirklich Erfüllendes zu vernehmen gab. Da stellen Drengskapur eine wohltuende Ausnahme dar und lassen mich anno 2013 doch noch etwas hoffen, was Deutschen Black Metal angeht. Das Album kommt als selbstproduzierte CD (limitiert auf 500 Exemplare) und als die hier besprochene LP-Fassung daher, welche ebenfalls auf 500 Stück limitiert ist. Die LP kommt mit einem schwarzen Schutzumschlag und inklusive einem Textblatt (beidseitiger Druck), zudem werden die ersten 50 Stück zusätzlich mit einem Aufnäher ausgeliefert - dafür enthält die LP jedoch nicht das Bonuslied der CD in Form eines Maniac Butcher Covers (welches ich bisher nicht kenne, welches jedoch vom Stil her wie die sprichwörtliche Faust auf's Auge zu der Band passen würde). Zu beziehen direkt bei der Band unter www.drengskapur.de.

9.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
A-01. Ursprung
A-02. Erhaben Erdengrund
A-03. Wilde Fluten
B-04. Vom Sturme gepeitscht
B-05. Entflammt
B-06. Vereint

Laufzeit: ca. 47 Minuten

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen