Montag, 8. Juli 2013

Review: Thromos - Hexenkult (CD, Eigenproduktion)

Thromos, die zweite! Die Demo-CD der Band aus Sachsen-Anhalt aus dem Jahr 2012 kommt in ähnlicher Aufmachung daher wie das eigenveröffentlichte Album "Alte okkulte Macht". Schlichtes Frontcover, auf der Rückseite befindet sich die Liste der Titel samt dem Logo und zwei umgedrehten Kreuzen, das Beiheft bietet innenseitig ein Foto sowie die Besetzungsliste für diese Session, das Aufnahmedatum, ein umgedrehtes Kreuz und abermals den Gruß "Heil Satan" - hinten findet sich dann noch ein Pentagramm. Die CD ist passend dazu komplett in schwarz...





So ist die Produktion hier noch um einiges rauer ausgefallen. Auch die Tatsache, dass hier jemand anderes für den Gesang tätig ist, fällt sofort auf. Der Gesang auf "Hexenkult" ist eher düster-nostalgisch bis melancholisch geprägt, eine gewisse Verachtung kann jedoch auch dieser nicht verbergen. Dennoch... so wirklich 100% gibt der Gesang die alles umfassende okkulte Stimmung nicht rüber, wie es noch der von Mortifer Daemon auf der "Alte okkulte Macht" tat. Bedrohlich wirkt er aber trotzdem, vor allem wenn die Band solche Geschütze wie "Sumpf der Vergessenen", "Blut für Satan", "Ort der Leere", "Desolat und kalt" oder den titelgebenden Song zum besten gibt. Auch hier sprechen die Titel und bei genauerem Hinhören auch durchaus verständlichen Texten eine deutliche Sprache. Und das steht mal wieder für sich! "Hexenkult" ist Black Metal durch und durch. Kalt und leer. Karg und zeitgleich wild tobend. Musikalisch geht das Ganze wieder ziemlich in die Richung, die auch "Alte okkulte Macht" eingeschlagen hat, erinnert aber in seiner Kraft auch an Werke von beispielsweise Moredhel. Apropos Moredhel... die hatten ihr Live-Album ja einmal "Burn Your Local Church" genannt - nun, mit jedem Hörgang wird hier mehr und mehr eines deutlich: während sich diverse Bands vielleicht nur mit solchen Titeln und Aussagen brüskieren, würden es die Mannen von Thromos wohl einfach nur tun - und müssten nicht einmal einen Song drüber schreiben, da man es ihnen auch einfach so glauben würde!

Fazit:
Nein, diese Musik hat wirklich absolut nichts Positives an sich. Empfindungsmäßig gesehen natürlich. Was die Musik anbelangt, wird hier wieder ein sehr authentisches Werk deutschen Schwarzmetalls dargeboten (wohl gemerkt sind die Texte wieder alle in der Landessprache verfasst!) - daher gibt's auch rein gar nichts an "Hexenkult" zu bemängeln. Der Gesang ist zwar anders, als auf der "Alte okkulte Macht", mit diesem kann man sich allerdings auch sehr schnell anfreunden und irgendwie passt er auch ganz gut zu der etwas raueren Produktion der Demo. Limitiert ist die CD auf blutbeschmierte 300 Exemplare. Zu ordern gibt's das Teil wie auch "Alte okkulte Macht" beim Methorn Mailorder. Vielleicht nicht ganz das Überwerk wie das bereits mehrmals erwähnte eigenproduzierte Debüt-Album, dennoch weit über Durchschnitt!

9.0 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Einklang
02. Alles und Nichts
03. Allein
04. Sumpf der Vergessenen
05. Blut für Satan
06. Hexenkult
07. Ort der Leere
08. Desolat und kalt
09. Ritual des Chaos
10. Ausklang

Laufzeit: ca. 57 Minuten

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