Montag, 8. Juli 2013

Review: Drowning the Light - Dead Soul Requiem (EP, Obscure Abhorrence Productions)

Endlich mal wieder etwas neues von Drowning the Light... hatten wir ja auch schon länger nicht mehr. Dabei schätze ich eigentlich durchaus die Musik dieser Australier. Naja, mal mehr - mal weniger. Bei der wahren Veröffentlichungsflut die vergangenen Jahre (welche aber noch nicht im entferntesten an das mittlerweile doch recht grottige, bzw. sehr zahnlose Projekt Moloch aus der Ukraine heranreicht!) muss ja zwangsweise immer mal wieder Scheiße mit dabei sein. Nun präsentiert man mit "Dead Soul Requiem" Anno 2013 eine neue EP...





...und die hält gleich ein kleines Schmankerl bereit: die nostalgische und melancholische instrumnetale Black Metal-Atmosphäre der Australier gepaart mit dem Gesang von Ash aka Kanwulf aka Mr. Wagner von Nargaroth. Ja, bei der Veröffentlichung könnte man sogar über die Blapshemie des immer noch aktuellen Nargaroth-Albums "Spectral Visions..." hinweg sehen. Könnte man. Ich bin ja mal verdammt gespannt, ob man sich mit dem neuen Album doch noch einmal mehr zurück auf seine Wurzeln besinnt. Live ist Nargaroth jedenfalls immer noch eine Macht, ohne Wenn und Aber. Doch zurück zu vorliegender EP. Die kommt als 7'' Vinyl mit zwei Liedern daher.

"Dead Soul Requiem", das Titellied zeigt gleich zu Anfang die Stärke dieser Kombination auf. Der eher traurig bis melancholisch wirkende Schreigesang passt hervorragend ins eher triste atmosphärisch betonte Klanggewand. Musik, geschrieben und gewidmet der Mystik der Nacht. Eine Ode an die Melancholie, an den Schmerz, die Leere des Seins. Beeindruckend!

Kurz die Seite gewechselt und es erklingt auch schon "Sing You To Me". Dieser Song erinnert mich in seiner Intensität sehr stark an Nargaroth's "Seven Tears Are Flowing To The River" und zeitgleich an die eher raue Seite von Drowning the Light, Nargaroth oder Torrent, was wohl nicht zuletzt dem sehr okkult anmutenden Teil etwa ab der Mitte zu verschulden ist. Auch der kurze Dialog der Stimmen zum Ende her passt perfekt.

Fazit:
Zwei Lieder... leider! Leider bietet diese EP, welche ein Zeugnis der Zusammenarbeit zweier großartiger Bands darstellt, nur zwei Lieder. Lieder allerdings, von deren Schlage man sich ein komplettes Album wünschen würde. Ich schätze zwar, dass die leider nie entstehen wird, aber man soll ja niemals nie sagen. Limitiert ist die EP auf 666 Exemplare, wobei die ersten 110 im roten Vinyl sind und in einer Holzbox mit exklusivem Shirt ausgeliefert wurden (bereits ausverkauft).

8.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
A. Dead Soul Requiem
B. I Sing You to Me

Laufzeit: ca. 10 Minuten

1 Kommentar:

  1. Moloch und Drowning The Light gehen mir gewaltig auf den Sack mit diesen endlosen Releases! Bei DTL reichen 3-4 EPs und man ist bestens bedient mit ihrem Material. Moloch hingegen fand ich schon von dem Tag an uninteressant als er bei uns anfragte...

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