Montag, 17. Juni 2013

Review: Chronik - Gewalten (CD, Vama Marga Productions)

Endlich mal wieder ein aktiver Musiker aus dem Circle of Honor, der sich zu Wort meldet. Es handelt sich dabei dieses Mal um Atna, der ja auch mit der Band Macht aktiv ist. Chronik, bei denen er den Bass übernimmt, sagten mir bis vor kurzem rein überhaupt nichts. Bis ich diese CD in die Hand gedrückt kriegte. So sitze ich nun hier und höre mir die Scheibe nun zum vermehrten Male an und überlege immer noch, wie man hierzu wohl die besten Worte finden könnte...





Bei "Gewalten" handelt es sich um das Debüt der drei Herren. Schlecht ist es nicht, was die Truppe hier gezaubert hat. Mit den sieben dargebotenen Liedern bekommt man soliden melodischen Black Metal im Stil der Mitt-90er-Jahre geboten. Klingt alles ziemlich nordisch, hat allerdings auch teilweise etwas vom Charme von Bands ala Gorbalrog oder den alten Werken Empyrium's. Andererseits gibt man sich aber auch sehr rau und ungeschliffen. "Aus der Ferne" fängt daher schon gut an, getragen, hymnisch und trotzdem nicht zu protzig und episch. Mit "Zorn des Himmels" gelangt das Album zu seinem bisherigen Höhepunkt. Ab da nimmt es leider für mich ziemlich ab. Das Schema ist in ungefähr immer dasselbe, was wohl auch die Hauptursache für diesen plötzlichen Einbruch darstellen dürfte. Man ist zwar darum bemüht, die Lieder abwechslungsreich zu gestalten, jedoch gelingt das in meinen Ohren nur bedingt. Erst der vorletzte Song "Leere Zeiten" vermag es mich wirklich wieder aufhorchen zu lassen. Bietet er doch vielerlei Spielereien. Und der Titelsong bietet noch einmal richtige Gewalten und erinnert in seiner Machart an Werke der mittleren Schaffensperiode von Graveland (womit ich z.B. "Immortal Pride" meine).

Fazit:
Ein grundsolides Erstlingswerk. Nicht mehr, nicht weniger. Das tolle an diesem Album ist, dass es sich hervorragend für Neulinge eignet, die sich in dem Genre noch nicht so gut auskennen. Es bietet zwar überhaupt nichts Neues, vereint aber sehr viele Ideen, die schon einmal vertont wurden. So sollten auch mal alle, die mit den alten Werken von Dimmu Borgir bspw. oder mit den oben genannten Bands etwas anfangen können, hier mal ein oder zwei Ohren riskieren. Die CD kommt im Digi und ist limitiert auf 300 handnummerierte Exemplare.

6.5 / 10 Punkte


Darbietungen:
01. Aus der Ferne
02. Glühende Wut
03. Zorn des Himmels
04. Dunkles Ende
05. Verschlungen
06. Leere Zeiten
07. Gewalten

Laufzeit: ca. 37 Minuten

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