Dienstag, 23. April 2013

Review: Caladan Brood - Echoes of Battle (CD, Northern Silence Productions)

Das Duo Caladan Brood aus Amiland präsentieren mit "Echoes of Battle" ihr Debüt-Album. Das kann sich allerdings wirklich hören lassen. Ganz im Stil der Werke von Summoning gehalten - vor allem das großartige "Minas Morgul" Album dürfte hier Pate gestanden haben - stellt das Erstlingswerk dieser beiden US-Amerikaner genau das dar, was ich unter epischer, erhabener Tonkunst verstehe...





Geboten wird hier also einerseits Black Metal mit viel paganem Einfluss (Flöten etc.) und mit epischer Soundtrack-Atmosphäre. Das ganze erstreckt sich über sechs Lieder, die es in sich haben und trotz der Nähe zu dem düsteren Fantasy-Epic-Metal von Summoning einiges an Individualität und einen Sinn für Detailverliebtheit innehaben. So geht es hier doch wesentlich Black Metal-lastiger zu, auch werden schon mal hier und da neuere Werke Graveland's, die Deutschen Falkenbach oder aber die Heiden Metal-Ära von Bathory zitiert (vor allem, wenn auf einmal langgezogene Gitarrensoli erklingen). Naturverbundenheit paart sich mit malerischen Traum- und Sagenwelten, Düsternis geht eine Symbiose mit Epic Fantasy-Atmosphäre ein. Das Gros der Instrumente dürfte dabei wohl eher aus der Konserve kommen... dies ist jedoch so elegant, authentisch und bombastisch in Szene gesetzt, dass dieser Aspekt schnell nicht mehr Relevant ist. Das kürzeste Lied der CD geht knapp neun einhalb, das längste gar knapp 15 Minuten - und das sind wohlgemerkt Minuten, die keine Langeweile aufkommen lassen!

Fazit:
Ich bin beeindruckt und sogar etwas überrascht, dass "Echoes of Battle" derart zündet. Seit ich es habe, habe ich es mir etliche Male angehört, und kann es jedes Mal in einer Tour durchlaufen lassen, ohne dass mich etwas an der Musik stören würde. Ein grandioses Werk, welches bestens dazu geeignet ist, sich die Wartezeit auf das kommende Summoning-Album zu verkürzen. Aber auch nicht nur dafür! Für alle, die mit dem epischen Stil Summoning's, mit dem chorlastigen Stil Graveland's, aber auch mit den Atmosphären von Bands wie Falkenbach oder auch Bathory etwas anfangen können, spreche ich eine klare Empfehlung aus! Einziger Minuspunkt in meinen Augen: der männliche Klargesang am Anfang des letzten Liedes "Book of the Fallen".

9.0 / 10 Punkte

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