Sonntag, 10. März 2013

Review: Transitus Mortalis - Overwhelmed by Hatred and Disgust (CD, Rigorism Production)

So... was haben wir denn hier? Mal wieder etwas aus der Schmiede Rigorism aus Russland? Ok... hatte ich ja schon ne Weile nicht mehr. Dieses Mal präsentiert sich hier mit Transitus Mortalis ein internationales Projekt zwischen einem Schweden und einem Kanadier. Die Rückseite von "Overwhelmed by Hatred and Disgust" verkündet noch großspurig "More Hatred, Awful than you'll never heard in your miserable life". Ahja, wenn sie meinen. Ich lasse mich mal überraschen...






Und, als hätte ich es nicht geahnt, kann die CD nicht so wirklich das erfüllen, was sie verspricht. Dem Intro folgt ein Black Metal Song der Marke 'bizarr' - instrumental gesehen geht das ja noch gerade in Ordnung, aber dieser Gesang ist grauenhaft. Ich befürchte schlimmes und höre mir die ganze Sache also weiter an. Viel tut sich hier während der Songs ohnehin nicht - wer hier also irgend etwas wie Innovation oder Eigenständigkeit erwartet, wird enttäuscht werden. Auch dieses Konzept das Album abwechselnd mit Ambient und Black Metal Liedern zu bestücken, ist bei weitem nicht neu, und das hat anno 2005 bereits das deutsche (damalige) Soloprojekt Throndt besser hinbekommen. Wesentlich besser. Nee, es tut mir leid, aber wenn bei einem Album, was sich selbst als Black Metal bezeichnet sogar der monotone Ambient-Anteil besser ist, als die eigentliche Musik, läuft etwas gewaltig schief. Die Ambient-Stücke vermögen es immer noch so etwas wie Atmosphäre aufzubauen.

Fazit:
Gegen eine schlechte Produktion habe ich zunächst einmal eher weniger - die sollte gerade im Underground Black Metal auch nicht ausschlaggebend sein, so lange die ganze Sache spielerisch in Ordnung ist, kann man auch ne miese Produktion verzeihen. Aber das hier zeugt auch von spielerischem Unkönnen. Seien wir mal ehrlich, solche Art von Ambient kann heutzutage jeder kreieren, der einen PC und das passende Sample-Programm zu Hause hat. Der Black Metal ansich kommt dabei zu inspiriert daher, und der Gesang ist mies. Sorry, aber das lässt mich absolut kalt. Pro-CDr im DVD-Case, limitiert auf 200 handnummerierte Exemplare. Keine Ahnung, ob's davon noch welche gibt.

2.5 / 10 Punkte

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