Donnerstag, 7. März 2013

Review: Blood Red Fog - Death Cult (LP, Deviant Records)

Der Kult aus Finnland ist zurück. Mit "Death Cult" erscheint nun endlich ein zusammenhängendes Werk aus den beiden letztjährigen EP's "Death Cult I" und "Death Cult II", die jeweils nur auf Tape erschienen. Ganz im Stile der "Rasluka" Werke von Nargaroth werden nun beide auf einer LP veröffentlicht und zwar über das deutsche Label Deviant Records (hatten u.a. einmal das Debüt-, und wie man leider sagen muss, bis jetzt auch einzige, Album von Fornost auf Platte raus).




Was man hier erwarten darf, sollte eigentlich jedem klar sein, der sich schon einmal irgendwie mit den Werken dieser Band beschäftigt hat. Für allen anderen gilt: wenn ihr gut gemachten Old School Black Metal, der an frühe 90er Skandinavien-Sachen erinnert, mögt solltet ihr euch diese Platte nicht entgehen lassen. Wer sein Hauptaugenmerk jedoch eher auf technische Spielereien und Hochglanz-Sound legt, sollte besser die Finger von "Death Cult" lassen. Die Platte ist in jeglicher Hinsicht als 'ursprünglich' zu bezeichnen. Das fängt beim Gitarrenspiel an, erstreckt sich über das Drumming und schließlich auch bishin zum Gesang. Seite A beinhaltet den ersten Teil und mitsamt instrumentalem Intro + Outro fünf Lieder. Die Höhepunkte stellen hier ganz klar der titelgebende Song sowie "With Open Arms" dar, der sich vom Schlagzeugspiel und vom Gesang her sehr okkult gibt. Die B-Seite enthält derweil den zweiten Teil von "Death Cult" und gibt sich hier gleich zu Beginn etwas rhythmischer. Ja, "Liberator" hat das Zeug zu einer kleinen aber feinen Black Metal-Hymne. Anders sieht es schon wieder beim zweiten Lied aus, denn "The Scythe Remains at Bay" kommt ungleich brachialer daher. Rau und irgendwie hypnotisch monoton - jedenfalls dann, wenn man es hier mal etwas ruhiger angehen lässt. Die beiden restlichen Songs sind vom gleichen Schlag, auch wenn hier eher eine schnellere Gangart zelebriert wird, macht die ganze Sache aber eine Spur erhabener, erdiger und irgendwie düsterer.

Fazit:
Starke Leistung der Finnen. Die Platte kommt mit einem Poster sowie Textblatt, limitiert auf 300 Exemplare, wovon die ersten 100 Stück in rotem Vinyl sind - der Rest ist in schwarz. Klare Empfehlung an alle, die mit kernigem Black Metal ohne viel Schnickschnack etwas anfangen können.

8.0 / 10 Punkte

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