Mittwoch, 20. März 2013

Review: Aura - Lake of Despair (CD, Rotten Crowz Productions)

So... nachdem ich nun vier Tage im Urlaub war, erwartete mich daheim bereits eine Sendung bestehend aus zwei weiteren Veröffentlichungen aus dem 'kultigen' Dreckslabel Rotten Crowz Prod. Doch, ich will nicht zu vorbehalten sein. Schließlich kann aus Scheiße bekanntlich auch mal etwas Positives entstehen. Als erstes möchte ich das Demo-Album "Lake of Despair" des spanischen Ambient Black Metal-Projektes Aura vorstellen. Aura ist die Solo-Band von Trollkopf (schon etwas lächerlich...) und bietet wie gesagt einen Mix aus Dark Ambient und Black Metal. Was es taugt, lest ihr in folgenden Zeilen...


Schon beim Intro "Poem to the Fog" wird klar: hier wurde sich dreist an Werken anderer Bands bedient... so kommen mir beim hören der Musik und vorallem des Gesangs direkt die Franzosen Nocturnal Depression in den Sinn. Zumindest in ihren ambienten Passagen. Lied Nummer drei "Sin of Loneliness" wirkt gar direkt wie 1:1 aus dem Album "Nostalgia - Fragments of the Past" der Franzosen geklaut. Na gut, immerhin haben die Franzmänner ihrerseits ja auch mächtig bei Dimmu Borgir und Nargaroth abgekupfert, von daher... Was ich dann auch noch zugestehen muss ist, dass das hier vorliegende Tonmaterial noch nicht einmal so schlecht ist - zumindest im Vergleich zu dem, was ich bisher an Bands aus dem Hause Rotten Crowz zu hören bekommen habe. Die Musik von Aura besitzt gar so etwas wie düstere Atmosphäre, hat aber mit Black Metal im eigentlichen Sinne auch wieder so beinahe gar nichts zu tun. Meistens erklingt halt nur Tastengeklimper mit ausgedehnten Keyboard-Teppichen und etwas unheilvollem Singsang. Vielleicht auch mal ne Akustikgitarre oder gar ne verzerrte E-Gitarre dabei - wenn's hochkommt. Den einzigen wirklichen Black Metal Song stellt "The Dark Forest" dar, und der stellt auch schon den letzten Beitrag vor dem ambienten Ausklang dar. Für Demo-Verhältnisse gar nicht sooo schlecht - erinnert aber auch wieder sehr stark an Nocturnal Depression mit ihrer Demo "Fuck Off Parisian Black Metal Scene" mit etwas paganem Einfluss.

Fazit:
Ich bin positiv überrascht von Aura. Positiv jetzt nicht im Sinne, dass es sich hier um ein großartiges und außergewöhnliches Werk handeln würde, sondern positiv eher in der Hinsicht, dass es das Label doch einmal geschafft hat, mal zumindest eine ordentliche Durchschnittsband an Land zu ziehen. Für eine Demo ist "Lake of Despair" durchaus brauch- und hörbar, eigene Ideen und vorallem etwas mehr Mut beim Songwriting hätten aber bestimmt nicht geschadet. Kommt als Pro-CDr mit 4-seitigem Beiheft in Slim-Case daher, limitiert auf 100 Exemplare.

4.5 / 10 Punkte

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