Donnerstag, 21. Februar 2013

Review: Vuyvr - Eiskalt (Digitaler Download, Throatruiner Records)

Beim Durchstöbern des Internets bin ich mal wieder fündig geworden in Form dieser Scheibe, die als kostenloser Dowload vom Label zur Verfügung gestellt wurde, und ebenfalls als 12'' Vinyl veröffentlicht wurde. Naja, wenn man schonmal die Gelegenheit bekommt, in das Dingen reinzuhören, nimmt man das ja gerne wahr... Vuyvr besteht aus vier Leuten und kommt aus der Schweiz. Schlechtes Omen? Schliesslich kam aus der Schweiz nun mal äußerst selten brauchbares Material, was Black Metal angeht...




Da stellen teilweise auch Vuyvr leider keine Ausnahme dar. Wobei ich schon sagen muss, dass die Band irgendwie erfrischend anders klingt, was bestimmt auch daran liegen dürfte, dass beteiligte Musiker auch aus der Doom und Sludge Metal-Szene kommen. Der Sänger beispielsweise hat neben Vuyvr noch das Sludge-Projekt Impure Wilhelmina am Laufen und war einige Zeit lang in einer Band Namens Vancouver aktiv, die laut den Metal-Archiven dem Sludge Metal und dem Metalcore frönten. Allerdings hört man gerade auch dem Sänger seine Core-Vergangenheit an. Der Gesang ist nicht wirklich als Black Metal zu bezeichnen, sondern bietet eher einen eher hellen oder von mir aus auch hohen Schreigesang (ihr wisst, was ich meine), wie er typisch für Metalcore ist. Nein, damit kann ich mich einfach nicht anfreunden. Es gibt jedoch auch gute Momente, wo es dann doch (zwar an modernen, aber immerhin) an Black Metal erinnert. Die Instrumente ist in Ordnung, allerdings wirkt das ganze auf die Dauer doch ein wenig monoton, da hier eigentlich (bis auf einige Breaks und zugegebenermaßen gut platzierte Soli) nur stupide in einer Tour durchgemetzelt wird. Allerdings gibt's dann hier und da doch einige Passagen, die an Doom und Sludge denken lassen, was das ganze etwas aufwertet, und wie schon gesagt irgendwie erfrischend anders klingen lässt.

Fazit:
Grundsätzlich kein schlechtes Album, jedoch auch zu unspektakulär, um wirklich hervorzustechen. Die LP aus Frankreich brauche ich daher definitiv nicht, sollte sich mir allerdings mal die Gelegenheit bieten, hierzulande "Eiskalt" in Viyl-Form für wenig Geld zu ergattern, werde ich wohl zuschlagen. Das einzige, woran ich mich hier wirklich störe, ist der teils doch sehr core-lastige Gesang.

6.0 / 10 Punkte

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