Samstag, 23. Februar 2013

Review: Vindorn - Hrana (CD, Sol Records)

Nachdem man im Jahr 2010 seine erste Demo präsentierte und im vergangenen Jahr eine Split mit den beiden Bands Trimph,Genus und Sator Marte aus Osteuropa veröffentlichte (über das deutsche Label Schwaerze Productions), liegt mir hier nun das neuste Werk der Ein-Mann-Band aus Meck-Pomm in Form einer MCD vor. Veröffentlicht vom Underground Label Sol Records, die ja hier in meinem Blog auch keine ganz Unbekannten mehr sind...





Das Mini-Album "Hrana" enthält dann auch nur vier Lieder bei einer Gesamtlänge von etwa 21 Minuten. Nicht gerade viel, aber ist ja schließlich auch nur eine EP. Was die Musik angeht, so zeigt man sich erfreulich der alten Schule zugewandt. So scheinen sowohl ältere Werke von Burzum (der Bezug zu "Filosofem" wird schon gleich beim ersten Lied "Tricho" deutlich) als auch von Armagedda aus Schweden Vindorn maßgeblich beeinflusst zu haben. Auch gewisse osteuropäische Bands und ihre frühen, Mitt-90er Werke scheinen als Vorbilder gedient zu haben. Das klingt zwar einerseits sehr charmant, führt andererseits jedoch auch leider dazu, dass sich hier einiges doch irgendwie ausgelutscht anhört. Wie schon x-mal gehört. Wie bei "Strach", bei dem es wirklich besonders auffällt. Allerdings versteht man sein Handwerk und fährt einiges an Emotionen und auch eigenen Ideen auf, was auch dank der guten Produktion das Ganze vor der Belanglosigkeit des absoluten Durchschnitts rettet. Der letzte Song vermag es sogar einen wirklich mitzureißen, und nach einem kurzen Sample ertönt dann nach kurzer Pause noch ein instrumentales Outro.

Fazit:
Vindorn ist bei weitem keine schlechte Musik, eher im Gegenteil. Wer hier auf der Suche nach Old School Black Metal im Stile von Norwegen der früh-90er, bzw. Osteuropa der Mitt-90er, der wird hier gut bedient, und kann bedenkenlos zugreifen. In meinen Augen liegt hier die einzige wirkliche Schwäche in der Kürze der CD, die es Vindorn nicht erlaubt, das wahre Potential auszubauen. Man ist zwar auf einem guten Weg, jedoch verkommen auch gerade die ersten beiden Songs zu einer Art kleinem 1x1 in Sachen 'Black Metal der alten Schule', wenn ihr versteht, was ich damit meine. Eigentlich schade, aber ich werde dieses Ein-Mann-Projekt auf jeden Fall weiter im Auge behalten - ich kann mir schon vorstellen, dass ein vollständiges Album ordentlich abgehen würde. Limitiert ist die CD auf 500 Exemplare.

7.0 / 10 Punkte

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