Sonntag, 10. Februar 2013

Review: Stellar Master Elite - Stellar Master Elite (CD, Eigenproduktion)

Da bin ich nun wieder...war ja wieder etwas längere Zeit Funkstille hier. Immerhin liegen mir seit der letzten Review wieder einige neue (alte) Veröffentlichungen vor, die ich so nach und nach besprechen werde. Den Anfang macht hierbei das Projekt Stellar Master Elite aus Deutschland, welches hier sein Debüt präsentiert und auf diesem eine durchaus gelungene Mischung aus Space Ambient, Black Metal und Doom Death Metal bietet...





So war ich nach den ersten anfänglichen Klängen des Albums aus dem Jahr 2011 gleich etwas abgeschreckt, enthalten sie doch klare elektronische Anleihen. Allerdings sind die schnell verflogen, und aus "The Circle" entwickelt sich eine richtig druckvolle Doom Nummer mit auch schnelleren Black Rock Einschlägen Marke Satyricon auf ihrem "Vulcano" Album. Jedoch schlägt hier und da auch mal der Ambient durch und verleiht dem Ganzen eine spacige Note. Das dürfte nicht jedem gefallen, und wirkt vielleicht gerade deshalb auch gewagt und experimentell - wenngleich es das ja nicht wirklich ist, sind die Jungs doch längst nicht die ersten, die diese Stile miteinander verbinden. Das Gute an der ganzen Sache ist, dass es nie zu dominierend wird, und der Fokus eindeutig auf den Metal gelegt wurde, weshalb ich es jetzt auch nicht als sonderlich störend empfinde. "Vortex Void" beginnt sehr okkult mit tiefen und langsamen Gitarren und Bässen. Mit dieser doomigen Grundstimmung setzt sich der Song auch fort. Hinter dem Schlagzeug sitzt übrigens mit Asagh auch kein Unbekannter, schlägt er doch auch bei der Truppe Wintermoon die Felle, wohin gegen der Gitarrist bei Sonic Reign aktiv ist, die ja doch recht modern klingen. Auch wurden vier verschiedene Sänger eingesetzt, was eigentlich auch nicht schlecht ist, werden so doch allerlei verschiedener Stimmungen erzeugt. Allerdings muss ich leider sagen, dass mit dem Frauengesang bei "Ain Soph" voll ins Klo gegriffen wurde. Der klingt dann doch etwas zu spacig und abgehoben. Allerdings ist dies auch der Song, in dem diese rotzige Rock-Attitüde im Stil von Satyricon am deutlichsten hervorkommt, wenn der Sänger loslegt.

Fazit:
Insgesamt betrachtet muss ich sagen, gefällt mir das Album. Trotz der hier aufgezählten Makel. Jedoch lohnt es sich hier definitiv auf Details zu achten. Gekonnt gesetzte Breaks, Tempowechsel und Instrumentensoli machen vieles wieder wett.

7.0 / 10 Punkte

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