Montag, 4. Februar 2013

Review: Scratching Soil - Separatism (CD, Stygian Crypt Productions)

Dieses Duo aus Russland bietet, im Gegensatz zum allgemein sonstig bekanntem Underground-Zeugs aus diesen Breitengraden, wirklichen Black Metal, ohne viel Tamtam - und vor allem ohne dominante Keyboard-Teppiche und fast schon brechreizauslösender Frickelstrukturen, die wohl pseudomelodisch daher kommen sollen.







So beschränken sich die Herren Kein und Alastor auf das Wesentliche: abgrundtiefer Hass und brachiale Gewalt. Doch, das hier ist schon sehr stark an der Grenze, zu dem, was ich als War Metal bezeichnen würde. Dazu passend gibt's natürlich hier und da auch kleine Samples mit allerlei Kriegsmaschinerie. Aber es wird glücklicherweise auch nicht in einer Tour durchgemetzelt wie bei den ersten beiden Liedern "Time to Cut the Tails Off" und "Lord Mischiefer' Arrival", sondern im dritten Song wird's dann erstmal gut rhythmisch, da man auch mal ein, zwei Gänge runterschaltet. Das ändert sich aber schnell wieder beim vierten Song. "Cordis et Caellum Dissectio", das fünfte Lied, hat gar ein paar Anleihen, an den guten alten Ami-Death Metal Marke ältere Death oder Morbid Angel. Das gefällt mir, und in meinen Augen bisher der erste wirklich überragende Song des Albums. Gleiches gilt in etwa für den nächsten "The Cutting Word", da auch dieser Song einige Death und Doom Elemente in sich vereint. Die letzten beiden Lieder sind allerdings dann wieder typische War Black Metal Knüppler. Langweilig!

Fazit:
Ein bisschen mehr vom Stil der beiden hervorstechenden erwähnten zwei Lieder, und aus dem Album wäre mit Sicherheit ein wirklich gutes Werk geworden. So allerdings stellt das Album allenfalls Durchschnittskost dar, auch wenn es wie gesagt, schon einige sehr gute Songs gibt - allerdings machen die auch nur den Rest wett, und können das Album so noch vor der völligen Belanglosigkeit bewahren.

5.5 / 10 Punkte

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