Donnerstag, 21. Februar 2013

Review: Mammoth Mammoth - Volume III: Hell's Likely (CD, Napalm Records/Spinning Goblin Productions)

Mit Stoner Rock/Metal habe ich mich immer mal wieder etwas beschäftigt, bin jedoch nie über Bands wie Monster Magnet hinaus gekommen. Aber seit Orchid bin ich wohl auf den Geschmack dieses wilden Psychedelic und Stoner Rock/Metals gekommen. So sichtete ich nun also letztens diese CD mit eben jenem (man muss es sagen: geilem) Cover. Kurze Hörprobe und mitgenommen... dabei passt dieses Machwerk thematisch gesehen vielleicht nicht so wirklich zum Rest meines Blogs, jedoch weist die Musik sehr viele Parallelen auf, die sehr wohl passen...


Die vierköpfige Band aus Australien präsentiert dabei, wie der Name vielleicht schon vermuten lässt, mit "Hell's Likely" ihr bereits drittes Werk. Man gibt sich direkt zu Beginn bei dem titelgebenden Lied sehr wild rockig, was dem ganzen eine gewisse rotzige Punk-Attitüde verleiht. "Hell's Likely" tritt ordentlich Arsch und verweist alle Poser in ihre Schranken - hat daher auch was von typischem Biker-Metal wie ihn z.B. Motörhead fabrizieren - nur mit einem zusätzlichen, beherzten Kick in die Genitalien. Ja, so klingt wohl wahre Freiheit! "Go" beginnt dagegen sehr Drone-mäßig mit der dröhnenden langgezogenen Bass-Linie am Anfang. Erinnert irgendwie in gewisser Art und Weise auch an die etwas traditionelleren Sachen von Rob Zombie ("House of 1000 Corpses"). Was folgt ist Stoner Metal, der von seinen schizoiden Lyrics und seinem drogengeschwängerten Gitarrenspiel her auch von den guten alten Monster Magnet hätte stammen können - die ja ihr aktuelles Werk ebenfalls auf Napalm Records veröffentlichten (und mal davon ab auf eben diesem wieder etwas zu ihrer wahren alten Stärke zurück gefunden haben). Übrigens hält das reguläre Album sieben Lieder bereit, die in ihrer Wildheit auch musikalische Verweise auf Bands wie Turbonegro innehaben ("Sittin' Pretty", "(Up All Night) Demons To Fight"). "I Want It Too" hält zum Schluss noch eine mehr als verstörende Passage bereit und "Bury Me" ist 100% Stoner Metal Marke Monster Magnet, und ist auch eher im gediegenden Midtempo angesiedelt. Neben diesen Liedern beinhaltet die 'Limited Edition' dann noch fünf weitere Songs der ersten EP "Mammoth Mammoth". Der erste "Another Drink" beginnt gleich mal als traditioneller Stoner Song, was sich auch im Text widerspiegelt. Der Bass dröhnt schön aus den Boxen, allerdings ist alles sehr gut abgemischt, dass es die anderen Instrumente in keinsterweise stört. Besonders hervorheben möchte ich dann noch das Lied "Weapons Of Mass Self Destruction", der gar wirkliche psychedelische Momente besitzt.

Fazit:
Wer benötigt schon bewusstseinserweiternde Drogen, wenn er solche Musik im Regal stehen hat? Mammoth Mammoth schaffen den Spagat zwischen Stoner Metal und dreckiger Assi-Rock-Attitüde, der die nötige Härte verleiht. Neben der normalen CD und der limitierten Digipak-CD wurden auch zwei Vinyl-Ausgaben angefertigt, die ebenfalls die Bonuslieder enthalten - einmal als goldene Vinyl (200 Stück), und einmal als transparent-orangene Vinyl (300 Stück). Meine LP habe ich mir jedenfalls schonmal nachträglich gesichert.

9.5 / 10 Punkte

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