Montag, 4. Februar 2013

Review: Askuror - Des Zornes eiserne Brut (CD, Bleichmond Tonschmiede)

Es ist endlich so weit... nach nun mehr acht Jahren seit der letzten Veröffentlichung in Form einer Split mit Todesrune gibt es ein neues Lebenszeichen von Askuror - der älteren Band von Thorkraft (Sieghetnar). Nach einer Demo, zwei Splits und der Wiederveröffentlichung der Demo in Split-Form folgt nun mit "Des Zornes eiserne Brut" ein Mini-Album, welches zwar als Voll-Album angepriesen wird, jedoch lediglich vier Lieder mit noch nicht einmal einer halben Stunde Gesamtspielzeit bietet.



Im Gegensatz zu den bisherigen Werken der Band hat sich hier aber noch einiges geändert. So ist Askuror kein Duo mehr, sondern hat durch Aske (Stormulv) (u.a. Ravnsvart und Winterreich) Verstärkung erhalten. So leiht Aske abermals seine Stimme. Und das ist, ich muss es sagen - und da soll sich bitteschön keiner beleidigt fühlen - eine mehr als gute Entscheidung gewesen. Hat Aske doch ein wesentlich stärkeres, emotionaleres Schreiorgan als Thorkraft. Aske kann seinem Gesang sogar die notwendigen Black Metal-Aspekte entlocken. Darüber hinaus schrieb Aske auch sämtliche Texte der CD und lässt hier und da das Horn erklingen (bspw. bei "Unter rotem Himmel"). Thorkraft übernimmt lediglich den Bass und das Schlagzeug, und ist für diverse Chor-Samples verantwortlich. Wobei ich mich hier schon frage, ob das Schlagzeug wirklich real ist, oder nicht doch aus der Konserve stammt und einfach nur programmiert wurde - es fehlt jedenfalls ein wenig an wirklichem Druck dahinter. Bariton übernimmt wie immer den Gitarren-part. Insgesamt wurde bei den vorliegenden vier Liedern aber doch das Hauptaugenmerk auf den Black Metal gelegt und dieser Graveland-mäßige Bombast-Pagan Metal eher etwas in den Hintergrund gerückt.

Fazit:
Nicht das erhoffte Voll-Album geworden, dass sich ja "Gewaltbereit" nennen sollte. Ob das allerdings noch irgendwann einmal veröffentlicht wird, weiss ich bei bestem Willen nicht. Ansonsten bleibt zu "Des Zornes eiserne Brut" eigentlich nur noch zu sagen, dass man mit Aske am Gesang einen wahren Glücksgriff für die Band gelandet hat. Allerdings ist das Werk jetzt allerhöchstens besserer Durchschnitt, viel tut sich hier nicht... leider muss ich dazu sagen. Ich hatte durchaus höhere Erwartungen an einen neuen Askuror-Output.

5.5 / 10 Punkte

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