Montag, 14. Januar 2013

Review: Vordr - Vordr (LP, Obscure Abhorrence Productions)

Dieses Mini-Album erschien bereits im Jahr 2009 unter dem Banner des Deutschen Labels Obscure Abhorrence. Die Band Vordr aus Finnland präsentierte mit diesem nach zwei Demos, drei Alben und einer beachtlichen Anzahl von Split-Veröffentlichungen mit u.a. Odelegger, Orodruin, Impious Havoc, Wrath und Noctifer wieder ein lupenreines Black Metal-Album, welches mal so typisch finnisch klingt.






Eigentlich wollte ich das ja nicht sagen, aber es stimmt: das hier klingt wirklich typisch finnisch. Jedoch nicht unbedingt immer nach dem besten, was aus Finnland so kommt. Zwar versteht es die Platte durchaus einen zu fesseln, aber manche Passagen kommen einem dann doch irgendwie zu sehr in die Länge gezogen vor - und das obwohl die Längen der Lieder bei knapp zwei - knappen acht Minuten liegen. Auch wird direkt beim ersten Durchgang deutlich, dass es sich hier nicht um Musik handelt, die direkt im Ohr hängen bleibt. Es benötigt schon ein paar Anläufe - und dann erschließt sich einem auch so langsam die Musik gänzlich. Da erkennt man dann doch, dass das hier durchaus Konzept besitzt und keinesfalls monoton ist. Einen monotonen Grundtenor zwar schon, aber dann doch nicht zu sehr. Und mit einem Mal hat man das Gefühl, dass das hier viel zu schnell vorbei ist. Man wünscht sich noch ein paar Songs vom Schlage eines "Weeping the Seas", der auch eine für diese Band angemessene Länge besitzt.

Fazit:
Genau wie einige von euch sich beim lesen dieser Rezension fühlen werden, kam ich mir beim hören dieser Platte vor... zunächst war ich unbeeindruckt, doch beim zweiten Durchlauf erhielt die Musik einen gewissen Reiz, der sich auch beim dritten Durchlauf wiederholte. Und dann kam die Erkenntnis: da hätte man wesentlich mehr draus machen können! Vordr bestechen durch ihre nicht allzu langen Lieder, das führt halt dazu, dass man auch durchaus zu einem weiteren Durchlauf direkt im Anschluss bereit ist, jedoch finde ich die Lieder dann schon etwas zu kurz, nachdem man sich eingehender mit ihnen beschäftigt hat - und der knapp 7 1/2 minütige "Weeping the Seas" wird zum grandiosen Highlight des Werkes. Jedoch erfährt dieser keine Fortsetzung mehr, denn auf ihrem Höhepunkt endet die Platte bereits auch schon - und als Hörer wird man einerseits euphorisch, aber doch mit einem Staunen zurück gelassen. Allerdings hat das auch was für sich, und wird sicher dafür sorgen, dass man sich die Platte dann noch ein paar Mal anhört. Limitiert ist die einseitig bespielte Vinyl-Scheibe auf 500 Exemplare, die ersten 100 Stück in orange, der Rest in schwarz.

8,5 / 10 Punkte

1 Kommentar:

  1. Mit Vordr hatte ich auch meine Schwierigkeiten um rein zu kommen. Ich muss auch ehrlich sagen das es mich immer noch nicht ganz erreicht hat.

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