Dienstag, 29. Januar 2013

Review: Uraeus - Supremo Lucifer-Ra (EP, Necromancer Records)

Black Metal aus Südamerika... genauer gesagt aus Brasilien. Hurra, hatten wir ja lange nicht mehr hier... allerdings auch aus gutem Grund. Wer meine Reviews schon etwas länger verfolgt, wird sicher wissen, wie ich zu südamerikanischem Black Metal im allgemeinen stehe, und was ich von ihm halte. Aber gut, schiebe ich meine Vorurteile mal beiseite und gebe Uraeus mit dieser 7'' Platte mal eine Chance... vielleicht wird es ja auch gar nicht so schlimm.





Und tatsächlich, was ich das vernehme, weiß mir durchaus zu gefallen. Mal kein einfallslos dahin gekloppter High-Speed-Ich-Seh-Das-Ende-Nicht-Black Metal, auch kein Ich-Bin-Ja-So-Traurig-Und-Heule-Mir-Die-Seele-Aus-Dem-Leib-Scheiß-Emo-Schwuchtel-Black Metal, sondern wirklich einfallsreicher Schwarzmetall mit einer gewissen dreckigen Rock-Attitüde und auch einem nicht so verleugnenden Thrash-Einfluss. So sind die ersten beiden Lieder der Seite "Serpential" gleich zwei gute Oldschool Granaten, allerdings erwarte ich das bei einem Titel wie "Hail Metal Negro Tupi" auch. Seite "Luciferiano" zeigt sich dann genau so, wie die andere Seite endete... nämlich insgesamt eine ganze Ecke mystischer und okkulter, was mit Sicherheit nicht zuletzt an dem beschwörenden Klargesang (fast chorgleich) in Verbindung mit der keifenden Stimme liegt. Davon hätte es ruhig auch noch etwas mehr sein können.

Fazit:
Eine lohnenswerte 7'' Vinyl-EP, die schon bei hören Lust auf mehr macht. Ich jedenfalls werde mal die Augen offen halten, ob ich nicht noch ein Voll-Album der Band irgendwo ergattern kann. Limitiert auf 300 Exemplare.

8.0 / 10 Punkte

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