Samstag, 26. Januar 2013

Review: Total Hate - Necare Humanum Est (LP, Eternity Records/Eisenwald Tonschmiede)

Total Hate... diesen Namen hatte ich wohl irgendwo irgendwann mal mit Sicherheit aufgeschnappt, jedoch hatte ich das musikalische Schaffen der Kombo aus dem Freistaat Bayern nie im Auge behalten. Jedenfalls bis ich das bis dato immer noch aktuelle Werk "Necare Humanum Est" in seiner Vinyl-Fassung von dem Label Eternity zugespielt bekam...







Bei Total Hate handelt es sich bei weitem auch um keine Unbekannten der Szene, die da musizieren. Am Gesang findet man Adrastos, der dem einen oder anderen noch als Sänger (und aktuell einzig verbliebenes Mitglied) von Seeds Of Hate bekannt sein dürfte. Den Bass zupft Aer von Erhabenheit und das Schlagzeug wird von Winterheart (Nyktalgia, Sterbend, Hinsidig) zertrümmert. Dazu gesellt sich dann noch Gitarrist Erebos. Allein schon diese Kombination, als auch das Cover ansich, sollte gleich verdeutlichen, was man hier als Hörer erwarten darf - lupenreinen misanthropic Black Metal, ohne irgendwelche Verfälschungen und Spielereien. Kein Ambient, kein Frauengesang, keine Keyboards. Das Album stellt gleichzeitig eine dicke FUCK OFF-Bekundung an alle Trends und die "moderne Szene" dar, dürfte zeitgleich aber jedem Old School Maniac Freudentränen in die Augen treiben. So konsequent einem Pfad folgen heute (leider) nicht mehr sehr viele Bands, vor allem nicht hier in Deutschland. Und wenn, dann handelt es sich in den meisten Fällen um schwache, einem nichts sagende und nichts gebende Aufgüsse und Kopien irgendwelcher alteingesessener, zum Kult erhobener Nordlichter, die ihren Zynit in der heutigen Zeit schon lange überschritten haben. Bei Total Hate verhält es sich glücklicher Weise etwas anders. Klar, einen Innovationspreis wird man mit "Necare Humanum Est" nicht gewinnen. Auch wird dem Genre eigentlich nichts wirklich neues hinzugefügt. Aber das ist auch gar nicht erst die Intention der Band. Die Musik soll oldschool sein - und das schafft man, ohne sich in irgendwelchen Klischees zu verlieren. Es wird zwar klar und deutlich, wer und was hier denn wohl als Inspirationsquelle diente, aber es gelingt der Band stets die Gradwanderung zwischen Altbekanntem und persönlicher Note zu vollziehen.

Fazit:
Mit Sicherheit ist "Necare Humanum Est" kein Must-Have-Album geworden, dafür fehlt einfach das gewisse etwas. Doch ist der Band durchaus ein solides Old-School-Werk geglückt, welches sicherlich noch öfters auf meinem Plattenteller landen wird. Die gemeinschaftliche Produktion zwischen Eternity Records und der Eisenwald Tonschmiede ist limitiert auf 300 handnummerierte Exemplare, und sollte in deren Online-Shops trotz des Alters der Platte (mittlerweile drei Jahre) noch erhältlich sein.

7.5 / 10 Punkte

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