Dienstag, 29. Januar 2013

Review: Ravnsvart - In den Fängen der Kälte (MC, Black Blood Records)

Es freut mich, endlich mal wieder etwas zu einer Band schreiben zu können, die direkt der Bruderschaft des Circle of Honor angehört. Ravnsvart ist die Hauptband von Aske Stormulv, der auch dem Projekt Winterreich eine Stimme gab. Zudem ist leiht er auch anderen Projekten und Bands seine Stimme, wie bspw. Sieghetnar, Askuror oder Todesrune, die ja auch bald wieder etwas aufnehmen werden. Mit dem hier vorliegenden Tape präsentiert man nun das erste Demo-Album von Ravnsvart, und das kann auf jeden Fall etwas.





Nach dem Intro "Blut und Rache" geht es auch gleich los mit dem Lied "Seelenwanderung", welches sich gleich zu Anfang in treibendem Midtempo bewegt, dann eine kurze Pause und es wird auch mal ein Gang hoch geschaltet. Der gekeifte, teils auch schreiende Gesang - der aber auch hier und da durch klare Passagen ergänzt wird - passt gut, und man kann sogar hier in diesem frühen Stadium schon sagen, dass "In den Fängen der Kälte" von Ravnsvart wesentlich zugänglicher, weil konventioneller, ausgefallen ist als das Album von Winterreich. So bietet man hier gut verdaulichen deutschen Underground Black Metal, der niemandem wirklich weh tut, sogar an typische Titelklischees wie "Death to the Traitor", "My Misanthrophic Path" oder "Vision vom Reich der Dunkelheit" wurde gedacht. Besonders hervorheben möchte ich hier aber erst einmal den eben zweit geannten Song, der mit seinem donnernden, schnellen Rhythmus genau das wiedergibt, was der Titel aussagt. "Blinded by the Eternal Fire" ist ebenfalls eine recht schnelle Nummer. Insgesamt bietet man der Hörerschaft 15 Lieder, inklusive einem Rehearsal von "In the Shadows of Neverending Hate". Allesamt sind, wie schon erwähnt, im Midtempo angesiedelt, mal schaltet man auch einen Gang schneller, mal ertönen auch akustische Passagen ("Firestorm of the Unholy Tyrants"), es gibt Zwischenspiele ("Ravnsvart", "Zwischen Zorn und Nebel"), sowie diverse Sample-Einspielungen wie bei "Vision vom Reich der Dunkelheit". Jeder Song ist im Rahmen der Möglichkeiten doch relativ individuell gehalten... ich sage "im Rahmen der Möglichkeiten", da man sich doch sehr auf den Black Metal mit Underground-Attitüde einfährt, und beinahe jedweden nichtkonformen Einfluss abschmettert. Das ist zwar prinzipiell nicht verkehrt, könnte dem einen oder anderen jedoch auch schnell zu langweilig werden. Zum Abschluss möchte ich dann auch nochmal auf das doch sehr gelungene Mayhem Cover am Ende der CD hinweisen!

Fazit:
Mir gefällt's, wenn es vielleicht auch nicht jedermanns Sache sein wird. Gerade das Schlagzeug klingt etwas zu statisch, aber ok. Es gibt auf jeden Fall noch wesentlich schlechteres. Beim Label erschien sowohl eine Tape- als auch eine CD-Version des Albums, das Tape sogar handnummeriert.

7.0 / 10 Punkte

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