Dienstag, 8. Januar 2013

Review: Necrosadik - Destroying Your Life!!! (CD, Rotten Crowz Productions)

So lange liegt die letzte Besprechung einer Rotten Crowz-Veröffentlichung noch nicht zurück, da erhalte ich bereits das nächste Release aus dem Hause des Ungarner 'Labels'. Nach Princeps Daemonum habe ich ja ehrlich gesagt nicht mehr viel erwartet - schlechter konnte es ja kaum noch werden - aber das meine (eigentlich gar nicht vorhandenen) Erwartungen noch untertroffen wurden, ließ mich vorerst staunend mit offenem Mund und einem ungläubigen Kopfschütteln zurück...




Denn was das Ein-Mann-Projekt Necrosadistik hier präsentiert spottet jeder Beschreibung. Angepriesen wird es als ein Mix aus Depressive Ambient und Black Metal - Verbindungen, wo sich mir meist sowieso von vornherein die Nackenhaare aufstellen. Doch selbst diese Umschreibungen haben herzlich wenig mit dem Scheiß zu tun, der hier in kompakter Form zu einer Pro-CDr zusammengepresst wurde. Am ehesten könnte man es mit viel Wohlwollen noch als Noise Drone Ambient bezeichnen, aber bevor sich hier die ganz Kranken unter euch die Hände reiben, dass sie endlich mal wieder ein gutes geisteskrankes Album zu hören bekommen, lasst euch gesagt sein: DAS HIER IST SCHROTT! Und zwar von der ganz üblen Sorte. Hier passt aber auch rein gar nichts. Nichts. Das einzige was hier passiert ist ein allgegenwärtiges Dröhnen im Ohr, welches auf die Dauer echt nervt (die Nachbarn freuen sich gerade, dass ich den Bass aufgedreht habe), sowie ein paar Zupfer an der Gitarre und ein gnadenlos technisch-überarbeiteter und übersteuerter Gesang, der so deplatziert wirkt wie der Papst auf einer schwarzen Messe. Zudem hat man den Eindruck, dass der 'Gesang' mal eben so nebenbei ins Webcam-Mikro gekotzt wurde, da er an vielen Stellen auch SEHR abgehackt klingt. Man kann ja auch von Nattefrost (dem von Carpathian Forest) halten was man will, aber das Cover gen Ende hin wird selbst ihm nicht gerecht. Ganz zu schweigen das an Leichenschändung grenzende Nachspiel des Bathory Songs "Hammerheart", für das ich den Verantwortlichen liebendgern erschlagen würde. Wie kann man so eine Scheiße veröffentlichen?

Fazit:
Was soll das? Ist das wirklich euer Ernst? Und, ist euch eigentlich bewusst, dass ihr die gesamte Szene mit eurem Dreck in Verruf bringt? Wenn ja, tut ihr mir echt leid. Sich so einen Haufen Misted selbst auszudenken (dazu gehört ja nicht wirklich viel), ist ja schon schlimm genug, aber sich dann auch noch an Stücken wie "Hammerheart" zu vergehen, und die ganze ursprüngliche Atmosphäre mit seinem Unkönnen zunichte zu machen, spottet jeglicher Beschreibung. Im Volksmund kennt man ein Wort dafür, und das nennt sich Leichenflderei! Limitiert auf 25 Stück und handnummeriert, wen es interessiert (übrigens ist es sinnlos mich nach dem Erwerb meines Exemplares fragen zu wollen, da ich es inzwischen dezent entsorgt habe - so einen Wutanfall hatte ich seit der Einsam Gestorben CD nicht mehr (Insider werden verstehen!)).

0 / 10 Punkte

1 Kommentar:

  1. Herrlich nicht wahr? Ich war wirklich enttäuscht als ich das Zeug bekommen hatte. Vor allem wollte ich mich überraschen lassen bei diesem "Tausch" und leider war jedes Album schlechter als das andere. Du wirst noch mehr bekommen ;-)

    Cheers

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